Die aktuellen Modetrends werden heuer vom 8. bis zum 14. September auf der Fashion Week im Museumsquartier präsentiert.

Wo liegt die Grenze zwischen Mode und Kunst? Was kann man auf der Straße tragen und was gehört eher in eine Ausstellung? Auf der MQ Vienna Fashion Week lassen verschiedenste Designer aus aller Welt bei insgesamt 89 Laufstegshows ihrer Kreativität freien Lauf.

Vor den eigentlichen Shows…

Vienna-Fashion-Week-14_2Am 8. September beginnt die MQ Vienna Fashion Week.14 mit einer fulminanten Opening Show des deutschen Designers Michael Michalsky. Der 2009 von der Vogue als „neuer deutscher Modepapst“ bezeichnete Designer hat sich bei seiner Herbst/Winterkollektion 2014, genannt „City Love“, auf sportlich-moderne, urbane Mode spezialisiert und will nur mehr Kleidung entwerfen, die er selbst anziehen würde.

Am nächsten Tag, dem 9. September, dreht sich dann alles um die Austrian Fashion Awards (AFAs), die heuer erstmals im Rahmen der Fashionweek von der neu gegründeten Austrian Fashion Association, einem Verein zur Förderung österreichischen Modedesigns, verliehen werden. Künstlerin Wally Salner wird eine „Modeauktion“ leiten, bei der das Publikum ausgewählte Kreationen direkt vom Catwalk ersteigern kann. Unter den Nominierten sind das Label Gon, das sich von Natur, Kultur und Geschichte inspirieren lässt, der gebürtige Japaner Takahiro Ueno, der jetzt in Wien lebt und studiert, und die Wienerin Jana Wieland, die als Model und Designerin arbeitet. Die AFAs sind mit insgesamt 28 000 Euro dotiert und zählen somit zu den höchstdotierten und wichtigsten Auszeichnungen im österreichischen Designbereich.

Die Schauentage

Neben internationalen Designern wie dem Belgier Tom van der Borght, der mit seinen farbenfrohen, schrillen Kreationen für Aufregung sorgt und Paul Direk aus Thailand, sind auf der Fashion Week wieder viele Labels aus Österreich vertreten.

Mittwoch, 10. September:

„Tracht ist die langsamere Schwester der Mode.“

Gleich am ersten Tag ist Susanne Biskovsky mit ihren extravaganten Interpretationen der Tracht ein Highlight. Ihr Motto: „Tracht ist die langsamere Schwester der Mode.“ Sie mischt theatralische Folklore mit Wiener Chic und präsentiert heuer ihre Kollektion „Viennese Chic Caoutchouc“.

Das Duo km/a, bestehend aus Katja Harrer und Michael Ellinger, beweist Kreativität und denkt mit ihren „Signature Outfits“ zu den sechs österreichischen Nationalparks quer. Die Outfits bestehen aus Naturmaterialien und fügen sich so in den ungewöhnlichen Stil des Duos ein – die Zwei sind bekannt dafür, Jacken aus Fallschirmen der 60er Jahre und Mäntel aus gebrauchten Armeedecken zu kreieren.

Donnerstag, 11. September:

Am zweiten Tag der Fashion Week dreht sich alles um Nachhaltigkeit, Streetwear und Abendgarderobe. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei.
Einen Sinn für Solidarität und Fairness in Sachen Mode beweist das Label ZERUM. Sie produzieren ausschließlich unter nachhaltigen Bedingungen, die ZERUM Manufaktur wird sogar mit Sonnen- und Wasserenergie betrieben. Auch das Label anzüglich von Designerin Bawi Koszednarr legt besonderen Wert auf soziale und ökologische Verantwortlichkeit.
Märchenhafte, verspielte Mode wird von Mohn À Lisa präsentiert, die Kreationen sind von Figuren wie Mary Poppins inspiriert und entführen in eine andere Welt.

Freitag, 12. September:

Der dritte Tag der Fashion Week steht ganz im Zeichen der Männer. Die werten Herren kommen keinesfalls zu kurz und bekommen aktuelle Mode von Labels wie LINIERT, Kayiko und Jchoerl präsentiert.
LINIERT hat sich Minimalismus und Funktionalität zum Ziel gesetzt, die Designer Ivon Gasque und Christian Kollarovits mischen ihren Kreationen dann aber doch ab und an einen Schuss Exzentrik bei.
Die Geschlechter-Grenzen verschwimmen zu lassen ist das Motto von Szimon + Rosenthal, ein Label, das versucht, mit ihren Designs kleine Alltagsgeschichten zu erzählen. Unterstützt werden sie von Petra Hauser, die Schmuck aus raren ethnischen Materialien kreiert.

Vienna-Fashion-Week.14_1Samstag, 13. September:

International und frisch zeigt sich der vorletzte Tag der Fashion Week, an dem viele Newcomer zum Zug kommen.
Maiken K. zeigt ihre Kollektion, die vorwiegend aus Spitze, Seide und Wolle besteht, aber auch Details aus komplexen geknüpften und geflochtenen Materialien beinhaltet. Die Mode von Maiken K. unterstreicht den femininen Zeitgeist der Frau.
Das 2001 von den Designerinnen Sandra Thaler und Annette Prechtl gegründete Label elfenkleid gewann schon mit der ersten Kollektion den Pierre Lang Fashion Award. Bekannt sind die Kreationen für ihre eleganten, schlichten Designs und die hochwertigen Materialien. Spezialisiert haben sich elfenkleit auf Hochzeits- und Abendroben.
International wird es mit den thailändischen Labels ADHOC und Paul Direk, die mit ihren Designs Abwechslung in die Modewelt bringen.

Sonntag, 14. September:

Abgeschlossen wird die Fashion Week mit einer Schau der Modeschule Michelbeuern, die eine Kollektion mit dem Namen „Bauhaus-Umbau-Bauhaus“ präsentiert. Das Motto der Kollektion ist die Komplexität und der Facettenreichtum der Mode. Inspirieren lassen haben sich die Modeschüler vom Bauhausstil der 1920er Jahre.
In der Dutch Design Night werden dann in Kooperation mit „Holland: Pioneers in International Business“ und der niederländischen Botschaft in Wien vier außergewöhnliche Kollektionen aus den Niederlanden gezeigt. Mit dabei ist die junge Designerin Mirte van Wijngaarden, der aus Sri Lanka stammende Designer Mevan Kaluarachchi, der eine Männerkollektion aus gedeckten Farben präsentiert, die Designerin Fernanda Fernandes und Haute-Couture Modeschöpfer Dennis Diem, dessen Kreationen bei Hollywoods Prominenz heiß begehrt sind.

Sei dabei!

Tickets für die Fashion Week gibt’s bei Öticket und beim MQ Point (Haupteingang des Museumsquartiers). Für 10 € könnt ihr euch eine öffentliche Show eurer Wahl ansehen, es gibt aber auch Tages- und VIP Tickets.

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