Wir erzählen dir alles von Anfang an. Wir berichten auch über unser Fotobuch welches wir im Rahmen dieses Artikels und zum Anlass des „Tag des Buches“ am 23. April 2014 erstellt haben.

Es gibt nur wenige Bands, die es im Laufe der Jahre geschafft haben dem sogenannten Phänomen ‚Rockmusik‘ zu trotzen. Viele Musiker kamen und gingen, und nur wenige haben es tatsächlich geschafft sich einen Namen zu machen und sich einen Platz in der ‚Hall of Fame‘ der Rockgeschichte zu sichern. Bezugnehmend auf das einzigartige Hardcover des Modedesigners John Varvatos haben wir uns von MUSIC-NEWS ebenfalls dazu entschlossen, ein eigenes Fotobuch mit den Künstlern zu gestalten, die wir für die ‚Größten‘ der Rockgeschichte halten. Natürlich sind nicht nur ein paar wenige Fotos ausschlaggebend – Man muss auf die Fotografen eingehen und natürlich auch auf die Rockgeschichte.

Den Ursprung hat die sogenannte Rockmusik in den 1950er Jahren, als der Rock ’n‘ Roll Einzug in hielt. Dieser wiederum hat seine Wurzeln irgendwo zwischen Countrymusic und Rhythm & Blues. Die bekanntesten Vertreter der damaligen Zeit waren Elvis Presley, Chuck Berry, James Brown, Bill Hayley und Ray Charles. Trotz unterschiedlicher musikalischer Botschaften ähnelt sich ihr Musikstil bei genauerer Betrachtung. Der Grundstein für die Rockmusik, wie wir es heute kennen, war gelegt worden. Natürlich unterscheidet sich der klassische Rock‘ n‘ Roll wesentlich von der Rockmusik – vor allem im Rhythmus.

Rockmusik verschaffte sich Gehör

1950er

Die Zeit der Rockmusik

Gerade zu dieser Zeit war diese neue Musikrichtung besonders umstritten. Das Auftreten der damaligen Rockmusik-Protagonisten war verpönt, galt es doch als obszön und besonders skandalös. Viele der damaligen Künstler setzten einen neuen Trend, indem sie sich gegen die Richtlinien der Zeit stellten und auch als Männer ihre langen Haare offen zur Show stellten. Es ging sogar zeitweise so weit, dass sogenannte Rockmusiker in die satanistische Szene gedrängt wurden. Natürlich gab es auch damals schon einige Bands, die sich wirklich dem Okkulten verschrieben hatten. Der eigentliche Sinn der Rockmusik, der auch damals schon in den 1950er Jahren bis hin in die frühen 1970er Jahre erhalten blieb, war den Status der rebellischen und revolutionären Jugend zu untermauern, der seinen Höhepunkt in in der Friedensbewegung des Vietnamkriegs fand. Dieser politische Einfluss führte zu einer Spaltung und die Rockmusik, wie wir sie kannten, entwickelte sich weiter: So wurde die Folk orientierte Rockmusik geboren. Wichtige Vertreter dieser Zeit und dieses Stils waren zum Beispiel Creedence Clearwater Revival, Bob Dylan und Johnny Cash.
Leider schien die positive Friedenszeit der Rockkultur unter einem schlechten Stern zu stehen. Dank der gewaltverherrlichenden amerikanischen Motorradgang „Hells Angels„, die sich der Rockmusik verschrieben, und sogar international schnell Anhänger fanden, wurde der Ruf der Rockmusik in ein schlechtes Licht gerückt. Kurz vor dem Beginn des Hippie-Zeitalters gab es erneut zahlreiche Abspaltungen, neue »Subgenres« waren geboren. Jede Band vertrat Ende der 1960er Jahre ihr eigenes individuelles Klangbild und beanspruchte ein eigenes Genre für sich. Dieser Vorgang war natürlich ein gefundenes Fressen für die damaligen Musikkonzerne, die darin großes Geld und Marketingmöglichkeiten sahen. Anfang der 1970er Jahre war der Punk geboren.

In dieser Zeit wandelten sich die entstandenen Subgenres des Rocks durch die zahlreichen Einflüsse von Jazz, Reggae und Soul, sodass Bands wie The Police ein Beispiel für die Verschmelzung von Reggae und Punk wurde, oder Michael Jackson zu einer Ikone von „Black Music“ und Rock.

Die Blütephase des Metal

Ende der 1970er Jahre wurde durch die fortschreitende Digitalisierung von Technik und Musik der Grundstein für die elektronische Popmusik gelegt. Zusammen mit den Pop-Metal Bands wie beispielsweise Bon Jovi oder Scorpions, die immer noch als erfolgreichste Band aller Zeiten gelten, waren in den frühen 1980ern sehr große Erfolge zu verbuchen, nicht nur auf musikalischer Ebene, sondern vor allem auch für die großen Musikverlagshäuser. Die meisten Bands dieser Zeit, allen voran Bon Jovi, konnten sich ihre Fangemeinde bis heute erhalten. Erst gegen Ende der 1980er Jahre entwickelte sich Bon Jovis Musikstil von reinem Metal zu Stadion-Rock.

Die Musik, die ich in meinen Jugendjahren in den späten 1960ern und 1970ern in Detroit entdeckte, hat meinen Werdegang bedeutend geprägt.

The Cure war einer der auflebensten Vertreter der kreativen Hochphase des Punk und wurde zusammen mit Künstlern wie Joy Divison in eine neue Musikschublade gesteckt – New Wave war gegründet.

Die Subkultur Heavy Metal lief zu dieser Zeit Hand in Hand mit ihren Co-Kulturen. Death Metal und Black Metal erlebten eine Blütephase, in der Bands wie Iron Maiden, Motörhead und Metallica ihren Beitrag leisteten. Die erfolgreichsten Bands dieser Zeit waren mit Abstand Queen, U2, R.E.M., Simple Minds, Van Halen, Whitesnake und – wie schon vorhin erwähnt – The Cure.

Mit einem Schlag schrieb eine Band Geschichte und kurbelte eine neue Welle der jugendlichen Revolution an. Nach zahlreichen Experimenten und digitalem Mischmasch prägte die US Grunge Band Nirvana mit deren Singer und Songwriter Kurt Cobain die alternative Szene. Anders als angenommen hatten die meisten Grunge Bands keinen tieferen Sinn in ihren Texten versteckt: Kurt Cobain besingt in seinem wohl bekanntesten Song „Smells like Teens Spirit“ das nach Blumen duftende Antitranspirant ‚Teen Spirit‘ , das ihm auf einer Party in die Nase gestiegen ist. Inspiriert von dem damals aktuellen Werbespot schuf er ein unvergessliches Denkmal und einen Song, der nicht nur die Jugend von damals inspirierte, sondern auch auf die Drogenprobleme und die Unzufriedenheit aufmerksam machte. Nun, wie beschreibt man die Grungeszene am besten: Für mich hatten die Sänger und Bandmitglieder des Grunge immer etwas Besonderes – lange, unfrisierte Haare, einen Hang zum „Mir ist alles egal“ und „ich lebe ungeniert in den Tag hinein“ bis hin zu ihrem eindeutigen Trend, der sie von gewöhnlichen Rockern unterschied: Sie waren die Neuzeit-Hippies ohne Blümchen, mit viel Kajal und weiten Holzfällerhemden. Der Tod von Kurt Cobain war das Aus für die Band Nirvana und auch das Aus für den Grunge, der folglich enorm an Popularität verlor und zu einem Underground Genre degradierte.

Neopunk und Synthiepop

1994 zog Green Day mit der sogenannten Neopunk Welle in die Charts ein. Inspiration war geschaffen, sodass sich gegen Ende des Jahrzehnts viele kleinere Rockbands der elektronischen Musik verschrieben und ihren Stil wandelten. Ein gutes Beispiel hierfür ist Nine Inch Nails.

Seit 2010 steigt die Bedeutsamkeit elektronischer Klänge in der Rockmusik

Das neue Jahrtausend war nicht nur schillernd in Bezug auf Lifestyle oder Mode, sondern auch für die Rockmusik. Eine Retro-Welle überschwemmte dem Markt. Bands wie Mando Diao und Wolfmother griffen auf Elemente früherer Jahrzehnte zurück und transportierten sich mit diesen raffinierten Klängen an die Spitze der Musikcharts. Auch der altbekannte Punk erlebte in den frühen 2000ern eine Wiederbelebung durch Bands wie Blink-182 und Sum 41. Bands, wie Korn, Limp Bizkit, System of a Down, Slipknot und Papa Roach, vermischten Elemente des Metal und des Hip Hop und machten so auf sich aufmerksam. In Großbritannien regierte zu dieser Zeit eine ganz andere Musikszene: Indie Bands namens The Kooks und Maximo Park regierten die Rockcharts und traten in die Fußstapfen der ‚Britpop-Giganten‘ Oasis, The Verve und Blur. Auch Muse konnte sich eine wachsende Fangemeinde und Anerkennung sichern – sie mischten Elemente aus Elektronic-, Alternative-, Hard- und Progressive Rock. Ihre Erfolge waren im ganzen Jahrzehnt nicht zu übersehen.

Auch Bands der sogenannten Emo-Szene wie Billy Talent, Bullet For My Valentine, 30 Seconds To Mars etc. konnten genreübergreifend große Erfolge erzielen.

Seit 2010 steigt die Bedeutsamkeit elektronischer Klänge in der Rockmusik konstant. Auch in der Indie-Szene sind Synthesizer nicht mehr wegzudenken. Kurz gesagt: Der Rock wird nie aufhören sich weiterzuentwickeln, Trends kommen und gehen, und das gleiche gilt auch für Bands. Das Phänomen ‚Rockmusik‘ bleibt unumstritten und das Jahr für Jahr.

Eine modische Anekdote an die Rockmusik

Rock in Fashin - Buch

Rock in Fashin – Buch

Natürlich gibt es auch viele gut illustrierte Bücher, die man Fans der Rockszene gerne ans Herzen legt. Diesbezüglich ist das im Oktober letzten Jahres erschienene Notizbuch des namhaften Menswear Designer John Varvatos „Rock in Fashion“ besonders nennenswert, ein Buch, welches einige der besten bisher unveröffentlichten Rock & Roll Fotos aller Zeiten beinhaltet.

Das groß bebilderte Hardcover Fotobuch umfasst 272 Seiten und beschreibt die sich ständig weiterentwickelnden Stile des Rock & Roll, die sich in den letzten fünf Jahrzehnten auf die Musikkultur und die Mode ausgewirkt haben.

Aktuell ist das Buch nur in der englischen Sprache verfügbar und kann in diversen Boutiquen, Buchhandlungen oder online direkt über Amazon.at oder JohnVarvatos.com erworben werden.

Das Hardcover enthält eine zusammengetragene Sammlung über 250 Bildern der berühmtesten Rockfotografen von den 60er Jahren bis heute.

„Die Musik, die ich in meinen Jugendjahren in den späten 1960ern und
1970ern in Detroit entdeckte, hat meinen Werdegang bedeutend
geprägt. Das zeigt sich darin, wie ich mich heute
kleide, und auch im Look meiner Herrenmode-Kollektionen der vergangen
25 Jahre. Dieses Buch ist eine Sammlung von Bildmaterial, das für
mich eine tiefe Bedeutung hat und einen bleibenden Ausdruck in meiner
Arbeit hinterlassen hat.“

Das Music-News.at Fotobuch

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Music News Fotobuch

Im Zuge dieses außergewöhnlichen fotografischen sowie literarisch hochwertigen Buches haben wir uns dazu entschlossen, ebenfalls ein Fotobuch zum Thema Rockgeschichte zu gestalten. In unserem keck gestalteten Fotobuch geht es um die Rockgeschichte im Wandel der Zeit – aufregende Fotos der größten Künstler des Rocks, von Alice Cooper über Metallica, David Bowie, Kurt Cobain, bis hin zu Coldplay.

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Music News Fotobuch

Die Inhalte sind natürlich sehr subjektiv und es gibt sicher etliche Meinungen darüber, welche Musiker und Bands hier hineingehören. Für unsere Redaktion ist es jedoch in dieser Zusammenstellung eine schöne Kompilation geworden. Wer sich von euch an einem eigenen Fotobuch versuchen möchte, dem sei das natürlich freigestellt. Wir freuen uns über eure Einsendungen, die wir ggf. gerne in unserer Kategorie „@answer“ einbringen. Einfach Fragen! Wir haben unser Fotobuch über fotoshop.bipa.at gemacht. Ihr dürft uns gerne kontaktieren, wenn Ihr Fragen dazu habt.

Der Schockrocker in allen Ehren

Alice Cooper gilt als Schock-Rocker schlechthin. Sein einmaliges Äußeres hat sich über die Jahre nicht verändert. Er hat mittlerweile 66 Jahre auf dem Buckel und schminkt sich weiterhin sehr gern. Der Rocker punktet bei seinen Fans nach wie vor mit seiner grandiosen Selbstinszenierung. Seine Hits „Poison“ und „No More Mr. Nice Guy“ sind legendär und werden sogar von der heutigen Jugend noch gehört. Bekannt unter dem Namen „Meister des Horrors“ gibt der alte Herr auch heute noch erfolgreiche Konzerte – auch wenn er vielleicht im Alltag nicht ganz das verkörpert, was er in seiner Blütezeit als Rockmusiker dargestellt hat. Privat ist Vincent Damon Furnier ein ganz braver US Bürger. Er hat sich von Drogen und Alkohol verabschiedet, ist mit seiner Frau seit über 37 Jahren glücklich verheiratet und spielt Golf, und das nicht einmal schlecht. Trotzdem posiert er auch heute noch für seine Fans mit einem schwarz-rot gestreiftem Frack mit dunklen Eyeliner-Ringen um die Augen. Seine bombastischen Auftritte mit Feuerfontänen und Vampir Ladies macht Alice Cooper auch heute noch seinem Namen und Ruf alle Ehre. Der selbsternannte Fürst der Finsternis bringt auch heute noch jede Halle zum Brodeln, was wir von Music News nur mit einem Daumen nach oben prämieren können.

U2 und ihr Starfotograf Anton Corbijn

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Starfotograf – Anton Corbijn

Die eigentlich unter dem Namen Feedback gegründete irische Band U2 gewann über eine ganz einfache Talentshow einen Plattenvertrag und stürmte die Charts. Ihre Hits landeten in zahlreichen Ländern auf Platz Eins. Darüber hinaus setzt sich U2 mit Leadsänger Bono (bürgerlicher Name Paul David Hewson) für zahlreiche soziale und politische Projekte ein. Dieses soziale und politische Engagement ist auch großer Bestandteil ihrer Songs und wird darin thematisiert. 2013 gilt als höchstwahrscheinlich erfolgreichstes Jahr für die vier Herrschaften aus Irland. U2’s neues Album soll vermutlich in diesem Sommer noch veröffentlicht werden.
Es gibt nur wenige Menschen, die von sich behaupten können U2 auf ihrem Erfolgsweg quer durch die Zeit begleitet zu haben. Einer dieser Menschen ist einer der größten Bandfotografen der 1980er und 1990er Jahre, Anton Corbijn. Er hat U2 auf ihrer gesamten Laufbahn bis heute begleitet. Passend dazu haben wir einige Bilder dieses Fotografen auch in unserem Music News Fotobuch der Rockgeschichte verewigt.

cinemafestival / Shutterstock.com

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