Wir durften beim Videodreh von Before Us All exklusiv hinter die Kulissen schauen!

Ich hatte die Ehre, vor ein paar Wochen beim Videodreh für den Song Wishes Wiped Away von der Band Before Us All, dabei zu sein. Als Location wurde eine Lagerhalle in Enns ausgewählt, in der sich auch der Proberaum der Band befindet. Das Gute daran: Der Dreh war komplett wetterunabhängig. Der Nachteil: Es war dunkel und richtig, richtig kalt.

Day 1: Preparation

Am Donnerstag (29.5.) begannen früh morgens die Aufbauarbeiten. Zuerst das ganze Gerümpel ins Auto stopfen (das jahrelange Tetris-Spielen hat sich endlich bewährt!). Gebraucht wurden hauptsächlich sogenannte Traversen, das sind die Gerüste, auf denen bei Konzerten die Scheinwerfer hängen, und jede Menge Molton, der schwarze Stoff, der als Bühnenverkleidung verwendet wird.

Bei der Lagerhalle angekommen, hieß es erstmal schleppen – die Sachen mussten ja auch irgendwie rein. Nach langen Diskussionen wurde dann mit dem Aufbau angefangen, wobei – als ungefähr die Hälfte der Traversen zusammengebaut war – das Konzept verworfen wurde. Es folgten weitere Diskussionen, die den Bandmitgliedern sicher das eine oder andere graue Haar eingebracht hatten.

Mit einem anderen Plan ging’s dann erneut ans Werk, diesmal wussten alle schon, wie’s geht. Schnell war eine riesige Konstruktion aus Traversen gebaut und mit Scheinwerfern dekoriert.

Before Us All

Zum Abschluss des Tages gab’s dann noch eine Generalprobe und Lichttests, bevor dann alle todmüde ins Bett fielen.

Day 2: Es werde Licht!

Am Freitag (30.5.) gesellte sich dann die Filmcrew von STILBRUCH zu uns, die erstmal sehr begeistert von der Vorarbeit war. Es wurden an der Kulisse – unter mehr oder weniger gefährlichen Bedingungen – noch Änderungen vorgenommen, mitunter mussten die Burschen auf die (sehr instabile) Traverse klettern. Dann begann das Filmen. Zum Einsatz kamen ca. 40 Scheinwerfer und eine Nebelmaschine, die die Lichteffekte besonders hervorgehoben hat.

Zum Glück hatte ich Ohropax mit, laut aufgedrehte Musik vom Band plus „real life“ Schlagzeugsounds sind in einer Lagerhalle nicht unbedingt angenehm im Gehörgang. Nach diversen Gruppen- und Einzelaufnahmen wurden dann spezielle Details ausprobiert, die im Video sicher gute Effekte machen. Ich will aber noch nicht zu viel verraten!

Es wurde während dem Dreh auch ganz tief in die Trickkiste gegriffen, angefangen bei Gitarrist Thomas (genannt Johnson), der als einziger keinen Funk hatte – schnell wurde ein Zigarettenpackerl mit Gaffer zu einem „Pseudo-Funk“ umgebaut. Als Stabilisator für das Kamerastativ kam ein Einkaufssackerl, gefüllt mit Bierdosen, zum Einsatz.

Before Us All

Nach mehr als 10 Stunden Dreh traten dann erste Ermüdungserscheinungen auf, zum Glück war schon fast alles im Kasten. Insgesamt war der Drehtag dann über 12 Stunden lang, und die Band hatte danach noch einen Gig in St. Pölten. Unglaublich!

Day 3: Das große Aufräumen

Am Samstag hieß es dann nochmal ziemlich bald aufstehen, um das ganze Set wieder abzubauen.

Vor allem die riesigen Mengen an Molton waren ein Hund, da der Stoff nicht nur schwer und teuer ist, sondern auch unfreiwillig im Zuge des Auf- und Umbaus als Wischmopp für die ganze Halle verwendet wurde. Der Versuch der Fussel- und Dreckbefreiung (aka Ausschütteln) endete in einer riesigen Staubwolke. Hätten wir das früher gewusst, wär‘ die Nebelmaschine überflüssig gewesen.

Nachdem alles erledigt war, wurde im Proberaum noch auf den erfolgreichen Dreh angestoßen. Hier seht ihr einen sehr zufriedenen Michi (Sänger der Band):

Before Us All

Danke an Before Us All, die mich ein bisschen hinter die Kulissen schauen ließen. Ich warte ganz gespannt auf das Ergebnis! Hier ist schon mal ein kleiner Teaser. Veröffentlicht wird der Clip dann am 19. August. Seid gespannt! :)

Fotos: Christoph Berger

Weitere Infos findet ihr wie immer auf www.music-news.at!

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