Kaum eine Boygroup sorgte ab Mitte der 90er Jahre für derartige Kreischanfälle wie die Backstreet Boys. Was die Jungs mittlerweile so treiben erfahrt ihr hier.

Wer kennt sie nicht? Die Backstreet Boys waren ab Mitte der 90er Jahre aus keiner Teeniezeitschrift mehr wegzudenken und sorgten, wo auch immer sie auftauchten, für unübertroffene Kreischkonzerte und ohnmächtige Mädchen. Neben dem absoluten Liebling der zumeist weiblichen Fans, Nick Carter, waren auch Schmusesänger Brian Littrell, dessen Cousin Kevin Richardson, sowie „Latinlover“ Howard „Howie D“ Dwayne Dorough und „Badboy“ A.J. McLean Teil der Jungstruppe. Mit dem Management der „New Kids on the Block“ im Schlepptau, begannen die „Hinterhofjungs“ 1995 ihre imposante Karriere, und landeten mit dem groovigen „We’ve Got it Goin‘ On“ gleich ihren ersten Welthit. Neben weiteren Hits wie „Quit Playin‘ Games“ und „I’ll Never Break Your Heart“ folgten ausverkaufte Welttourneen und beeindruckende Verkaufsrekorde.

„As long you love me“ – erste Risse in der Bandfassade

Wie die meisten Boygroups, begannen auch die Backstreet Boys ihre Karriere mit dem typischen „Saubermann“-Image, gestriegelten Frisuren und der genau richtigen Portion Charme, die selbst Schwiegermutterherzen zum Schmelzen bringt. Allerdings bekam dieses sorgfältig aufgebaute Image erste Risse, als die Jungs 2001 eine längere Bandpause ankündigen mussten und sich aus dem Showbiz zurückzogen. Zudem wurde auch die Alkoholsucht von Bandmitglied A.J. McLean bekannt. Das jüngste und beliebteste Mitglied der Band, Nick Carter, nutzte die Pause, um seine Solokarriere zu starten und veröffentlichte mit der Single „Help Me“ einen lässigen Pop-Rock-Song, der allerdings weit von den Erfolgen der Kombo entfernt war.

„Backstreet’s back“- die Band hat ihr Comeback

2004 waren die Backstreet Boys mit einem neuen Album wieder zurück und konnten auch wieder ausverkaufte Hallen und Tourneen verzeichnen. Trotzdem entschied sich Bandmitglied Kevin Richardson dazu, die Band zu verlassen und sich stattdessen dem Theater zu widmen. Die Gruppe machte unbeirrt weiter und veröffentlichte mit „Unbreakable“ das sechste Studioalbum. Es folgte sogar eine gemeinsame Tour mit den New Kids On The Block (NKOTB), die unter dem Namen NKTOBSB für Furore sorgte. 2012 kündigte Kevin Richardson seine Rückkehr zu den Backstreet Boys an. Das neueste Album der Band, „In a World Like This“ wurde ein Jahr später veröffentlicht. Doch auch hier gab es neben viel Sonnenschein auch dunkle Wolken: Nick Carter und A.J. McLean hatten wiederholt mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen, und auch bei den anderen Jungs blieben Familientragödien nicht aus. Kurzzeitig wirkte Nick Carter auch in der Reality-Serie „Meet the Carters“ mit, in der der Familienalltag der Carters mitverfolgt wurde. Mit von der Partie war selbstverständlich auch Nick’s jüngerer Bruder Aaron Carter, der die Backstreet Boys als Kind auch auf Welttourneen begleitet hatte. Allerdings war die Serie nur von kurzlebiger Natur und wurde lediglich in den USA ausgestrahlt.

Erfolg seit über 22 Jahren

Da Boygroups eben nur ein begrenztes „Mindesthaltbarkeitsdatum“ haben, können die Jungs mittlerweile ohne Kreischkonzerte in den lokalen Supermarkt gehen. Nichtsdestotrotz kann hier jedoch von „Frühruhestand“ kaum die Rede sein, da die umtriebigen Musiker weiterhin sehr aktiv sind und den Fans mit der 2014 veröffentlichten Doku ‚Show Em What You’re Made Of“ zeigten, dass weiterhin mit ihnen zu rechnen ist. Persönlich hat sich bei den Backstreet Boys viel getan: Mittlerweile sind alle unter der Haube und vier der fünf Sänger haben zudem eine Familie gegründet. Dass sie trotzdem noch für unbändige Fanbegeisterung sorgen können, zeigt dieses Video:

Fotocredits: Sony

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