DJ BoBo war einer der größten Eurodance-Stars der Neunziger. Hier erfahrt ihr, was der umtriebige Musiker alles geschafft hat und was er heute macht.

Hand auf alles, was euch heilig ist – wart ihr als Kinder auch große Fans von Peter René Baumann? Wer sich jetzt fragt, wer in aller Welt das bitte sein soll, bekommt jetzt gleich die Auflösung: Hinter diesem schlichten bürgerlichen Namen versteckt sich ein Mann, der mit seiner Musik insbesondere Mitte der 90er Jahre punkten konnte: Es handelt sich um niemand Geringeres als DJ BoBo. Was der vielfach talentiere Schweizer heute so treibt und wie alles begann, erfahrt ihr hier.

Somebody Dance With Me – der Durchbruch

Peter Rene Baumann wurde 1968 im Kanton Argau geboren und begann schon früh, sich für Musik und Tanzen zu interessieren. Schon als Teenager begann er zudem als DJ tätig zu werden und war auch in der lokalen Grafitti-Szene zuhause. 1990 bot man dem jungen Musiker an, eine Single aufzunehmen und als Profi-DJ in Zürich zu arbeiten. Nachdem die ersten beiden Singles im Mainstream keine allzu große Beachtung fanden, kam 1992 „Somebody dance with me“ heraus, ein tanzbarer Dance-Pop-Track mit eingängigem Refrain, der es in die Charts vieler europäischer Länder schaffte und DJ BoBo auf die Coverseiten der Jugendzeitschriften katapultierte. Kurz darauf wurde das Album Dance with me veröffentlicht, dass die Hits „Keep On Dancing!“, „Take Control“ und „Everybody“ enthielt. Es folgten Touren mit damaligen Eurodance-Stars wie Haddaway und Culture Beat, die DJ BoBo europaweit noch mehr Fans und Plattenverkäufe einbrachte.

There’s a Party und die Backstreet Boys

Auch in den darauf folgenden Jahren sollte es mit DJ BoBos Karriere steil bergauf gehen, denn Hits wie „There’s a Party“, „Love is all around“ und natürlich „Freedom“ waren nicht mehr aus den Charts wegzudenken und wurden mit Auftritten als Vorband von Michael Jackson gekrönt. Kurioserweise hatte DJ BoBo für seine eigene Tour einen ganz besonderen Support-Act im Gepäck – die damals noch völlig unbekannten Backstreet Boys. Einige Jahre später sollte auch die aus Florida stammende Boygroup NSYNC, die Mitte der 90er Jahre ihren Durchbruch in Europa schaffte, als Support-Act bei DJ BoBo durchstarten. In der Zeit danach begeisterte BoBo weiterhin Fans auf der ganzen Welt mit ausgeklügelten Bühnenkonzepten, perfekt durchchoreografierten Tanzeinlangen und eingängigen Ohrwürmern, die sich oftmals im oberen Mittelfeld der Verkaufscharts wiederfanden.

Kontroverse beim European Song Contest

Im Jahr 2007 schaffte es DJ BoBo durch den Schweizer ESC-Entscheid und ging für sein Heimatland ins Eurovision-Rennen. Kontrovers war allerdings, dass der von BoBo ausgesuchte Song Vampires Are Alive von einigen christlichen Organisationen als suizidgefährdend für Jugendliche eingestuft und scharf kritisiert wurde. Sogar Forderungen, den Text des Liedes zu ändern wurden laut, doch DJ BoBo konnte sich durchsetzen und den Track unverändert vor dem ESC-Publikum vortragen. Er erreichte allerdings entgegen der hohen Erwartungen vieler Landsleute nur den 20. Platz.

Was macht DJ BoBo heute?

Die Fans wird es freuen – auch nach über 1000 Konzerten und 20 Jahren im Showbusiness denkt Peter René Baumann alias DJ BoBo noch lange nicht ans Aufhören. Er tourt weiterhin mit seiner Crew durch die verschiedensten Länder der Welt und sorgt mit seiner fulminanten Bühnenshow von Las Vegas bis China für Furore. Desweiteren kümmert sich der heute zweifache Vater auch um diverse Charity-Projekte und ist nationaler Botschafter des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen.

Wer sich noch einmal einen von DJ BoBos größten Hits anschauen möchte, sollte dieses Video auf keinen Fall verpassen:

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