Stone Sour sind mehr als nur ein Nebenprojekt von Corey Taylor. In letzter Zeit hört man jedoch kaum noch etwas von ihnen – oder wird sich das bald ändern?


Stone Sour gelten bei vielen lediglich als das weitaus softere Nebenprojekt von Slipknot-Frontmann Corey Taylor. Was viele jedoch nicht wissen: Stone Sour wurden bereits ein paar Jahre vor Slipknot gegründet und verschwanden erst für einige Jahre in der Versenkung, als Slipknot ihren großen Durchbruch hatten.

Stone Sour – Mehr als nur ein Nebenprojekt von Corey Taylor

Gegründet wurden Stone Sour etwa drei Jahre vor Slipknot, also 1992, von Corey Taylor und Schlagzeuger Joel Ekman. Mit Shawn Economaki fand man bald einen fixen Bassisten für die Band, einzig die Suche nach einem geeigneten Gitarristen erwies sich als schwierig. Mit einer ganzen Bandbreite an Gitarristen, die quasi im fliegenden Wechsel ausgetauscht wurden, gaben sie erste Konzerte in den Locations der Umgebung. Erst mit der Gründung von Slipknot 1995 fand man mit James Root eine geeignete Besetzung. Zwei Jahre und einige Demoaufnahmen später wurde das Projekt Stone Sour jedoch bis auf Weiteres auf Eis gelegt, da sich Corey Taylor ebenfalls Slipknot anschloss. James Root und Bassist Shawn Economaki stiegen ein Jahr später ebenfalls bei Slipknot ein und übernahmen eine Position an der Gitarre bzw. als Bühnenmanager. Schlagzeuger Joel Ekman widmete sich der Familienplanung und so war Stone Sour für die nächsten Jahre kein Thema mehr.

2002 trat dann Josh Rand, ein alter Freund von Corey Taylor, an selbigen mit einigen Kompositionen heran. Corey Taylor zeigte sich begeistert vom Sound der Songs, die stark mit Stone Sour zu vergleichen waren und war interessiert an einer Zusammenarbeit, da sich Slipknot im Sommer 2002 ohnehin zu einer Kreativpause zurückzogen. Daraufhin begann er mit Josh Rand die nächsten 18 Monate lang neue Lieder zu schreiben, um das Projekt „Stone Sour“ wiederzubeleben. Daraus resultierte ihr erstes Studioalbum „Stone Sour“, auf dem einer ihrer bekanntesten Songs, „Bother“, vertreten ist und der es sogar auf den Spiderman Soundtrack schaffte. Zwei der Songs dieses Albums waren 2003 und 2004 für einen Grammy nominiert. Ein paar Touren als Support standen für Stone Sour nun auf dem Plan, bevor das Projekt erneut pausiert wurde, da Slipknot wieder Vorrang hatten. So dauerte es bis Dezember 2005 ehe sich die Band erneut ins Studio begab, um an einem neuen Album zu arbeiten, das Ende Juli 2006 erschien.

Anschließend standen Slipknot wieder im Fokus, die im August 2007 mit „All Hope Is Gone“ ein weiteres Album veröffentlichten. 2010 ereilte Slipknot jedoch ein schwerer Schicksalsschlag, als Bassist Paul Gray am 24. Mai tot in einem Hotelzimmer in Iowa aufgefunden wurde. Die Obduktion stellte als Todesursache eine Überdosis der Schmerzmittel Morphium und Fentanyl in Kombination fest. Zudem soll Gray an schweren Herzproblemen gelitten haben und ist somit an Herzversagen verstorben. Aufgrund dessen gab die Band bekannt, für mindestens zwei Jahre pausieren zu wollen und Corey Taylor wollte von Slipknot erstmal nichts mehr wissen. Tatsächlich war die Zukunft von Slipknot sehr ungewiss, da Corey Taylor zu dieser Zeit auch noch als Ersatzmann bei Anthrax und Velvet Revolver im Gespräch war. Daraus wurde jedoch nichts und so vertrieb er sich die Zeit als Schriftsteller und Soloartist. Mitte Jänner 2010 wurde eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der ein neues Stone Sour-Album angekündigt wurde, das im darauffolgenden September erschien. Nach zwei weiteren Alben und einigen Tourneen wurde es in letzter Zeit wieder ziemlich still um die Band, was daran liegt, dass sich Slipknot im vergangenen Jahr wieder zurück meldeten und so das „Nebenprojekt“ Stone Sour erneut auf die Warteliste verbannt wurde.

Slipknot und Stone Sour – Ein ständiges Bäumchen wechsel dich

Wenn Slipknot gehen, kommen Stone Sour wieder zum Einsatz – so der Rhythmus in den letzten Jahren. Nachdem Corey Taylor bereits vor einigen Monaten eine weitere mehrjährige Pause von Slipknot angekündigt hatte, lag eine Rückkehr von der Ersatzbank für Stone Sour nahe. Bestärkt werden diese Vermutungen von einer Ankündigung über eine neue EP, die in wenigen Wochen erscheinen soll. Das ist allerdings bereits die zweite in diesem Jahr, denn im April erschien mit „Meanwhile In Burbank“ bereits eine EP, die fünf Cover-Songs von Bands, die musikalischen Einfluss auf Stone Sour haben, enthält. Auch das demnächst erscheinende „Straight Outta Burbank“ wird Cover-Songs enthalten, eine dritte EP ist ebenfalls bereits in Planung. Stone Sour rücken also wieder – zumindest für die nächsten Jahre – mehr in den Fokus von Corey Taylor und wer weiß, vielleicht dürfen wir die Band auch bald wieder auf einer österreichischen Bühne erleben.

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