Coolio´s Achterbahnfahrt durch die Entertainmentbranche – Endstation: Gangsta´s Paradise? Nope. Was er gerade macht? … ÜBERRASCHUNG…

Wir erinnern uns noch genau wie 1995 aus unseren kaputten Sony Walkman die Zeilen liefen die den Ghettoschmerz auch in unsere Hood brachten.

„As I walk through the valley of the shadow of death – I take a look at my life and realize there’s none left“
Der Text, den wir alle versuchten nachzurappen, war der Ohrwurm den man kaum noch aus dem Unterbewusstsein bekam.

Been spendin most our lives livin in a gangsta´s paradise – keep spendin most our lives livin in a gangsta´s paradise

Der Soundtrack vom Film „Dangerous Minds“ mit Michelle Pfeiffer schrieb Musikgeschichte. Coolio aka. Artis Leon Ivey jr. aus Pennsylvania, der dieses Jahr magische 50 Jahre jung wird, feierte mit „Gangstas Paradise“ einen Welterfolg ohnegleichen. Sein Markenzeichen die Zöpfchen, welche er auch heute noch ganz „real“ trägt.

Nach seinem Highschool-Abschluss kam er mit Hip Hop in Berührung und war ein Backgroundrapper der Crew „WC & The Maad Circle“. Seinen Künstlernamen bekam Coolio von einem Passanten, der ihn beim Üben auf der Straße gefragt hat, ob er sich einbilde, Julio Iglesias zu sein. Ich frage mich gerade, was der wohl damit gemeint hat, da ich keinerlei Verbindung zwischen Julio Iglesias und Coolio sehe, aber nun gut. So wurde aus dem „Julio“ ein „Coolio“, so wie ihn seitdem seine Freunde nannten. 1994 trennte er sich von seiner Crew und schlug seine Solokarriere ein, aus der sich kaum Erfolge erschlossen. Die erste LP trug den Namen „It Takes A Thief„. Das Album bekam Platin in den USA und erreichte in den Billboard-Charts Platz 8. Im deutschsprachigen Raum blieb das Album jedoch relativ unbeachtet und erreichte die Top 100 nicht. Veröffentlicht wurden unter anderem die Singles „Fantastic Voyage“, „I Remember“ und „Mama I’m in Love with a Gangster“.

Gangsta´s Paradise

Und dieser Artist konnte mehr als nur Platin! Die Platte „Gangsta’s Paradise“ verkaufte sich mehr als erfolgreich über vier Millionen Mal. Der Song erhielt 1996 sogar einen Grammy und wurde in zahlreichen europäischen Ländern, darunter auch in Deutschland an die Spitze der Charts gebeamt. 1997 versuchte Coolio an den Erfolg anzuknüpfen und zwar mit seinem dritten Studioalbum „My Soul“. „C U When U Get There“ schaffte es zwar in die Charts, kam aber nie an Gangsta´s Paradise ran.

Wie jeder Musiker lebt die Leidenschaft unabhängig von Erfolgen oder Misserfolgen in ihm weiter. 2002 startete er einen erneuten Versuch mit einem neuen Album „El Cool Magnifico“ und nochmals 2006 mit „Return of the Gangsta„, jedoch sah es wohl eher schlecht aus für ein Comeback. Die Zeiten ändern sich und so die Musik.

Sowie einige Rapper, die sich im Laufe ihrer Rapkarriere für das Schauspielern entschieden, wie Ice Cube, Ice T, Mos Def, Queen Latifah, versuchte sich auch Coolio in einigen Filmen, um festzustellen, dass sein Talent spätestens dort aufhört.

Bei der ProSieben-Show „Comeback-Die große Chance„, sah man in ihm den Ehrgeiz es allen nochmal zeigen zu wollen und er schaffte es sogar auf den dritten Platz.

Nach einigen Gerichtsprozessen, unter anderem wegen Drogenbesitzes und zu schnellem Fahren, machte er in den letzten Jahren viele negative Schlagzeilen. Doch das war einst mal. Denn….

Cookin with Coolio

Nach einer abenteuerlichen Karriere mit vielen Ups und Downs, versucht Coolio sich gerade an einer sehr unterhaltsamen YouTube Kochshow. Er geizt weder mit Klischees noch mit dessen Umsetzung in Form von *pardon* : Bitches, Weed und Coolio – Gangstaattitude. (Weil wir auch diese Seite von Hip Hop lieben).
Ein Must Watch für alle, die ihn damals gefeiert haben und schon immer mal wissen wollten, wie es bei einem echten Gangsta so in der Küche abgeht. Und falls ihr immer noch nicht genug habt von ihm, sein Kochbuch dazu gibts im Handel!

In dem Sinne: It´s time to cook biatch!

Bildcredit: Coolio at the 38th annual Grammy Awards in 1996, performs at Asbury Lanes on Thursday. (Gannett News Service)

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.