Im Jahr 1992 kam mit Dr. Dre´s heute noch gefeiertes Album The Chronic heraus. Mit diesem bekam Weed seinen festen Platz als Thema in Hip-Hop Tracks. Alben wie The Chronic oder Doggystyle von Snoop Dogg verhalfen Cannabis zu einem Imagewechsel. Es wurde quasi modernisiert und weg von der Hippiekultur in die Rapszene getragen.

G-Funk bringt Gras in die Hip-Hop-Szene

Der relaxte kalifornische Beat des aufkommenden Gangsta-Funk (G-Funk) verschmilzt mit Weed zu einem neuen Lebensgefühl. Cannabis wird nun weniger mit alternativen Friedensbewegungen assoziiert, sondern mit kalifornischem Party-Lifestyle und dem Leben in der Gefahr und Illegalität der Gangkriminalität. Ein Kulturkritiker namens Jon Pareles bezeichnet den G-Funk, beziehungsweise The Chronic und Doggystyle als eine Party, die gelegentlich durch Schießereien unterbrochen wird. Graswolken durchziehen diese chilligen und doch gefährlichen Szenen durchgehend, die in den Texten beschrieben werden. Natürlich haben auch die Rapper an der Ostküste Weed geraucht, doch in L.A. floss es direkt in die Musik hinein.

Guzman bringt Cannabis und Hip-Hop zusammen

Seitdem im Jahr 2004 der Medical Marijuana Act in Kraft trat, hat Kalifornien die Nase vorn, wenn es um Cannabis geht. Dadurch wurde die Basis geschaffen für die geschäftliche Symbiose zwischen Rappern und Cannabisproduzenten. Unter diesen Produzenten ist Mario Guzman alias Mr. Sherbinski vielleicht der erfolgreichste. Er ist ein begabter Kaufmann und hat eine Passion für Cannabis. Er selbst züchtete zahlreiche Strains, deren Namen durch die Hip-Hop-Szene bekannt gemacht wurden, wie zum Beispiel Sherbet und Gelato, die es schon vor Jahren in den legalen Weed-Apotheken zu kaufen gab. Die Rapper griffen die Namen der Strains auf und benannten ihre Tracks oder Alben danach.

Weed-Rap oder G-Funk?

Heute sind kalifornische Rap-Stars die Gesichter, die die legale Cannabislandschaft zieren. Ob The Game, Snoop, Kurupt, Wiz Khalifa oder Berner, alle haben ihre Strains, oder wie B-Real eine eigene Dispensary für das Gras der prominenten Kollegen. Und so hat sich eine Verbindung aus dem Hip-Hop und dem Cannabis entwickelt, die das Geschäft, den Sound und das Lebensgefühl der Szene ausmachen, wie wir sie heute kennen. Wir sagen heute gerne Weed-Rap dazu. Bei genauerem hinhören, scheint jedoch G-Funk schon seit Jahren ein Begriff für den chilligen Hip-Hop-Stil zu sein, der so gut zum Kiffen passt.

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