Karl Lagerfeld präsentierte neuen Sissi-Kurzfilm in Salzburg

Erst kürzlich sah man in Salzburg ganz große Stars aus verschiedensten Genres anreisen: Popstar Pharrell Williams („Happy“), dazu Welt-Topmodel Cara Delevingne und allen voran Modekönig und CHANEL -Chef  Karl Lagerfeld.

Für die „Métiers d’Art Show“, die dieses Jahr am 2. Dezember in der Mozartstadt stattfinden sollte, drehte Lagerfeld wieder einmal einen seiner Kurzfilme, die meist eine versteckte Werbung für das Pariser Label beinhalten. Idyllische Szenen, historisches Flair und allen voran Modemama Coco bilden die Basis für seine im Vordergrund tanzenden und sinnlich flirtenden Models, die meist kurze Abschnitte in verteilten Rollen nachspielen.

K. Lagerfeld, Pharrell Williams u. Géraldine Chaplin

ALBERNES TAM-TAM ODER DOCH DIE GANZ HOHE KUNST?

CARA DELEVINGNE. Das Model mit den Augenbrauen – bekannt für ihre Fratzen und den frechen Look: nun als Sissi, die tanzt und sogar singt? Wirklich überzeugen tut sie nicht.

Natürlich: Inszenierung, Kostüme & Co. zeugen ohne Zweifel von der Qualität eines Modeschöpfers, der sein Handwerk versteht, aber inhaltlich hat der Kurzfilm „REINCARNATION“ nicht viel zu bieten.

Ein typisches Klischee: Switch von einer Hotelszene in den 50er Jahren bis zur magischen Verwandlung um Mitternacht. Aus Hotelangestellter Cara und Liftboy Pharell werden Kaiserpaar Franz-Joseph und Sissi. Es werden zu Pharrells, eigenst für den Film komponiertem Stück „CC the world“ ein paar Tanzrunden gedreht, Musical like bringen die beiden ein paar Töne heraus und puff – aus der Traum. Coco Chanel erscheint und findet im Kostüm des Liftboys ihre Inspiration zum CHANEL Jacket. Cut.

PHARRELLS MUSIK RETTET STIMMUNG

Cara Delevingne im Austria-Look auf der „Métiers d’Art Show“ in Salzburg (CHANEL)

Für den Anlass einer Modenschau ist der Film angebracht und passend: eine Mixtur aus österreichischen Geschichtsikonen und dem französischen Label. Bleibt die Frage, ob Lagerfeld als Modeschöpfer nicht bereits mehr als genug Terrain zum Austoben hat, als das er sich nun auch noch als großer Filmemacher aufspielen muss.
Absolutes Highlight bleibt – als rettendes Stimmungselement – die gelungene Musikuntermalung; eine seltsam schräge Walzer-Romance mit stetigen „C-C“ Einblendungen (See see the world, Coco Chanel, Sisi), ein subtil gestaltetes Wortspiel. Rätselhaft bleibt allerdings, inwiefern  Pharrell Williams nun mit dem Fashionlabel in Verbindung gebracht werden soll. Aber wer weiß, womit uns Lagerfeld demnächst wieder beschert.

Mit Kritik, Jacket oder doch ganz großem Kino?

fotocredits: luxury-insider, zeleb, derstandart

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