Der Dixieland Jazz ist aus dem New Orleans Jazz entstanden und hatte sich vor allem durch weiße Musiker verbreitet. Von New Orleans aus kam der Dixieland Jazz nach Chicago und New York und hatte mit den Musikern Tony Almerico, Dukes of Dixieland und Eddie Condon die besten Künstler dieser Musikrichtung. Die ursprüngliche Tonbildung aus dem New Orleans Jazz wurde beim Dixieland Jazz nicht mehr vorrangig weitergeführt und hatte ihren eigenen Stil mit glatten Melodien und einer sauberen  Harmonie gefunden. Trotzdem konnte der Dixieland Jazz nicht klar vom New Orleans Jazz getrennt werden und auch hier vermischten sich die Stile an vielen Stellen. Louis Armstrong war kein direkter Vertreter des Dixieland Jazz, spielte aber hin und wieder Stücke aus diesem Genre. Im Dixieland Jazz gibt es drei Strömungen, wie den Chicago Style, West Coast Revival und den New Orleans Traditional. Die typischen Besetzungen einer Dixieland Jazz Gruppe waren die Melodiegruppe aus den Trompeten, Klarinetten und Posaunen, die Hauptstimme und Rhythmusgruppe aus dem Schlagzeug, Piano und dem Kontrabass. Aber auch das Banjo, oder die Tuba fanden ihren Einsatz im Dixieland Jazz. Der Dixieland Jazz zeichnete sich immer durch die Improvisation aller Musiker aus, der sogenannten Kollektivimprovisation (Variantenheterophonie) aus. Diese Technik wurde durch die Melodiegruppe des Dixieland Jazz realisiert und hatte so zum Beispiel auch „Call and Response“ Elemente in sich. Der Dixieland Jazz entstand aus dem New Orleans Jazz und war als Interpretation der Weißen zu verstehen.

 Video: Tony Almerico – Thats A Plenty

Video: Dukes Of Dixieland – When The Saints Go Marching In