Grime ist ein Musikstil, der in England entstanden ist und übersetzt Schmutz bedeutet. Die Wurzeln des Musikstile Grime sind in der elektronischen Musik der 80er und 90er Jahre zu suchen und Grime ist, wie Hip-Hop und 2 Step aus der experimentellen Musik dieser Zeit, entwicklet worden. Die Sounds im Grime sind dunkler und düster, als in den verwandten Musikgenres, die aus der elektronischen Musik stammen. Die Herkunft London, die Entstehungsjahre 2002 bis 2004 sowie die unverkennbaren Einflüsse aus Drum and Bas, Dubstep und Dancehall machen Grime zu dem was diesen Musikstil auszeichnet. Die Rhythmik im Grime hat starke Parallelen zum Dubstep und wurde insbesondere von der Roll Deep Crow und Dizzie Rascal geprägt, die mit ihren Grime Hits „Wot Do U Call“ und „Boy in da Corner“ mit dem Mercury Music Prize ausgezeichnet wurden.

Grime grenzt sich zu den anderen Musikrichtungen im Hip-Hop durch die sprachlichen Besonderheiten des englischen Sraßenjargons aus, die als „schmutziger“ bezeichnet werden können. Die Grime Szene hat sich aber auch in anderen Teilen Europas etabliert und fand vor allem in Berlin in bestimmten Clubs großen Anklang. Britische und deutsche Musiker veranstalteten so regelmäßig Grime Events und Konzerte, auf denen die Bands ihre neuesten Tracks vorstellen konnten. Der Gewinner des Grime Time Wettbewerbs aus dem Jahre 2007 war Ammewu aka Halbgott, der wie andere Rapper aus Berlin, seinen ganz spezifischen Grime Sound vorstellte und die Zuhörer überzeugen konnte.