Taktfrequenzen im Bereich von 250 bis 500 gelten als typisch für den Speedcore, der schnellsten Variante des Hardcore Technos. Stilprägend für den Speedcore sind geschwindigkeitsbetonte übersteuerte Percussion-Elemente aus Samplern oder Drumcomputern. Außerdem werden den Songs oft Geräusche wie eingängige Monologe und menschliche Laute und Schreie aus Horrorfilmen beigemischt. Dazu gehören düstere und sehr künstlich anmutende Synthesizer-Klänge und Melodie-Sequenzen. In der Mitte der 1990er Jahre ergänzten mitunter Gitarrensamples von z.B. Cannical Corpse das Repertoire der Songs und machten diese rockig, bzw. „acidlastig“. Das 1997er Album der US-amerikanischen Band Acts Disciples Of Annihilation (DOA) namens „New York City Speedcore“ gilt als Namensgeber der Szene. Die schnell aufeinanderfolgenden Bassschläge sorgen bei den Hörern des Speedcore für eine Art Rauschzustand. Zu den typischen Merkmalen jener Veranstaltungen gehören zudem die Informationsüberflutung durch schnelle Blitzlichter, sowie der Gebrauch von Alkohol, sowie gängiger Partydrogen.

Video: 960 BPM – Speedcore

Einige Speedcore-Tracks, die in der Regel zwischen 3 und 5 Minuten dauern, sorgen mit einer Taktfrequenz von über 1500 Bpm für Rhythmen, die für das menschliche Gehör nur noch als einziges Geräusch wahrnehmbar sind. Die sogenannten „Breaks“ dienen den Hörern dabei als Orientierungspunkte. In der Szene erfreuen sich digitalisierte Kassettenaufnahmen nach wie vor großer Beliebtheit. Die Vielfalt hinter der anstößig schnellen Musik ist immens, so lassen sich Parallelen zum Grindcore als auch zu Experimenten aus dem Bereich der Klassik ziehen. Verbreitung fand der Speedcore laut den Angaben der Anhänger durch die Thunderdome- und Terrordrome-CD-Compilations. In den 1990er Jahren gab es zudem Techno-Parties, auf denen jener Stil gespielt wurde, die eine zweistellige Anzahl an Floors boten. Mit dem Aufkommen des Internets entstand eine Community mit dem Namen „United Speedcore Nation“, welche für damalige Verhältnisse hohe Besucherzahlen verbuchen konnte. 2001 zerfällt die Community und mit dem Ablaufen der Techno-Welle findet dieses extreme Genre sein Ende. Jedoch kam um die Jahrtausendwende der Frenchcore auf, der aus dem Speedcore-Background heraustrat und seine wichtigsten Stilelemente weitertrug.

Video: Never Stop – SpeedCore Remix

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