UK Hardcore enthält Elemente aus dem Happy Hardcore und der Rave-Musik. Beide letztgenannte Musikstile gewannen seit ihrer Entstehung in den 1990er Jahren immer mehr an Popularität. In der Mitte der 1990er Jahre umfasst Großbritannien eine große Rave-Hardcore-Szene. Techno und Hardcore sind dabei die dominanten Stile. Für den UK Hardcore ist charakteristisch, dass er gegenüber seinen Wurzeln – dem Happy Hardcore noch „härter“ klingt und auf Breakbeats weitestgehend verzichtet (Frühe Hardcore-Produzenten entwickelten mithilfe der Breakbeats Musikstile, die sich später als Jungle und Drum and Bass manifestierten).

Video: CLSM – Free Your Mind

UK Hardcore ist stilistisch auch vom Techno geprägt, enthält zudem Samples aus Filmen, Cartoons und anderen Medien. Die Vielfalt der Sounds und die Möglichkeiten, mit diesen zu arbeiten, wurden aufgrund des rasanten Tempos, mit denen sich die Computer und Produktionssoftwares in den 1990er Jahren entwickelten, ständig weiter ausgebaut. In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre schlägt der UK Hardcore eine neue musikalische Richtung ein, enthält immer mehr vocal-basierte Tracks und manchmal auch Cover-Versionen von bekannten Songs. Diese Entwicklung zog auch zunehmend jüngeres Publikum an. Der Sound des UK Hardcore verbreitet sich fortan weltweit – in Australien, Japan, Kanada und den Vereinigten Staaten. Bekannte Vertreter des Genres sind zum Beispiel CLSM, Joey Riot, DJ Kurt, Darren Styles, Dougal, Gammer, Hixxy, Mark Breeze und Re-Con.

Video: Mark Breeze – Trying To Reach You