Electronic Body Music entstand Anfang der 1980er Jahre. Für den Musikstil kennzeichnend sind repetitive Sequenzer-Verläufe, tanzbetonte Rhythmen, sowie zumeist klare, parolen-ähnliche Shouts. EBM gilt aus zufallsbedingte Vermischung aus britischer Industrial- und paneuropäischer Minimal-Electro-Musik. Bedeutenden Einfluss hat die EBM auf nachfolgende Stile wie New Beat oder Goa Trance. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre weitet sich der EBM auf Länder wie Schweden, Japan und Regionen der Vereinigten Staaten aus.

Video: EBM Classics Session

Um die Musik entwickelte sich im Laufe der 1980er Jahre eine rege jugendkulturelle Szene, die nach der Jahrtausendwende speziell in Deutschland ein Revival erlebte. Charakteristisch für EBM sind die repetitiven Tonfolgen, die mit Hilfe eines Step-Sequenzers programmiert werden. Dabei fügen sich die tiefen, teils diffizilen Melodieschleifen so in den Rhythmus, das dieser tanzbar bleibt. Die Rhythmusschemata sind dabei an den Rock angelehnt und basieren daher auf einem 4/4-Takt. Die Geschwindigkeit der Songs liegt zwischen 100 und 230 Beats per minute. Die Vocals werden klar und tief gesprochen, guttural gegrölt oder wie eine Militärparole gerufen.

Video: Synth-Wave-Ebm – Now And Then

Auch elektronisch veränderter Gesang kommt zum Einsatz, bleibt aber größtenteils unverzerrt und klar. Für die Stimmen werden oft Verzögerungseffekte verwendet, die einzelne Worte oder Phrasen Echo-ähnlich nachhallen lassen. Für damalige Verhältnisse galt der durch minimale Strukturen gekennzeichnete EBM als kraftvoll und energiegeladen. Die Darbietung ungekünstelter Härte und Tanzbarkeit standen damals oft im Vordergrund. Regionale Unterschiede waren deutlich hörbar. Während deutsche und schwedische Projekte sich eher am Minimal Electro orientierten, stand für belgische Künstler eher der Bezug zum britischen Industrial im Vordergrund.