Power Electronics, auch Heavy Electronics genannt, ist ein Post-Industrial-Genre, das durch den Come-Org-Kreis um Whitehouse begründet wurde und sich durch druckvolle, monotone Lärmkulissen und stark verzerrtem Schrei-Gesang auszeichnet. Gelegentlich finden auch Samples Verwendung (z.B. aus politischen Reden) oder die Kompositionen werden durch Perkussions-Elemente oder Noise-Frequenzen rhythmisch unterlegt. Am nächsten liegt Power Electronics dem klassischen Industrial, sowohl textlich als auch visuell.

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Ziel der Musikrichtung ist es beim Hörer eine Schockwirkung zu erzielen. Dafür dienen Themen wie Mord, (sexuelle) Gewalt, Paraphilie, Wahnsinn, Rassismus und Krieg. Das bedeutendste Projekt des Genres ist Whitehouse von William Bennett. Es debütierte 1980 mit der LP „Birthdeace Experience“. Erst mit dem zweiten Album von Whitehouse, dem im Jahre 1982 erscheinendem „Psychopathia Sexualis“ findet das Genre seine Stil-Bezeichnung. Die „Für Ilse Koch“-Kompilation aus demselben Jahr prägte neben der Musik außerdem die üblichen Themengebiete des Genres. Zu den größten Vertretern des Genres neben Whitehouse gehören Künstler wie Con-Dom, Einleitungszeit, Gruntsplatter, Maurizio Bianchi, NON, Progergol, Söldnergeist und Slogun.

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