Dancehall ist in seiner ursprünglichen Bedeutung zunächst einmal der Austragungsort gewesen, in der Reggae und andere Musikstile gespielt wurden. Schon in den 50er Jahren aber wurde Dancehall als Synonym für die Musik, den sogenannten Bashments, hergezogen und die Musikrichtung wurde dann als Musikstil Dancehall bezeichnet. Dancehall entwickelte sich erst später zu einem eigenständigen Genre und wurde auch als Bashment bezeichnet. Die Musik aus Jamaika hatte mit Reggae und seinen Vorgängern, den berühmten Vertretern wie Bob Marley und dem Ska schon weltweit für Aufsehen gesorgt als die weitere Musikrichtung Dancehall dazukam. In den 80er Jahren war der Reggae schon fast vergessen, als sich der Dancehall durchsetze und auf den Dancefloors getanzt wurde. Die aufkommende Dancehall Szene brachte viele neue Einflüsse in die Tradition der jamaikanischen Musik und entfremdete in einem gewissen Maße das Genre von seinen Wurzeln.

Die neuen Studiotechniken machten es auch möglich völlig neue Klänge in den Dancehall zubringen und das Musikgenre entwickelte sich auf diese Weise weiter, wie auch viele andere Musikstile in den 80er Jahren. Die Partys wurden ausschweifender und die Musik musste sich in einem gewissen Maße anpassen. Sex, Gewalt und Cannabis Konsum waren auch im Dancehall die Themen, die Musiker und Zuhörer beschäftigten. Die neuen Soundsysteme machten den Dancehall zu einem plattentauglichen Stil, der aber trotzdem immer melodiös und rhythmisch, wie seine Vorgänger blieb.

Video: Dancehall Classics

Video: Dancehall Old School Classics