Black Metal stellt eine Stilrichtung des Heavy Metal dar, die mehr als andere Ausrichtungen polarisiert und kritisch beäugt wird. Seine Anfänge nahm der Heavy Metal mit Bands wie Venom, über die gern gewitzelt wird, sie seien die schlechteste Metal-Band schlechthin, die aber für die Entstehung des Black Metal und auch des Begriffes maßgeblich waren.

Video: Venom – In League With Satan

Black Metal entstand als eigene, unabhängige Richtung im Laufe der 80er Jahre. Einen besonderen Touch erfuhr dieser Stil nicht zuletzt auch durch die Schweizer Band Celtic Frost und King Diamond bzw. Mercyful Fate. Im Laufe der Jahrzehnte veränderte sich aber der grundsätzliche Sound mehr und mehr. Anfänglich stellten düstere Texte, religionskritische Inhalte und eigenwilliges Songwriting den Erkennungswert des Black Metal dar – Venom gelten als Namensgeber aufgrund des gleichnamigen Albums. Agressionen, Kritik und dergleichen wurden im Laufe der Zeit immer deutlicher eingebracht. Viele Bands legten normale Gesangpassagen zu Gunsten von Techniken wie Growling und Screaming ab, die Texte sind teils für einen nicht involvierten oder geübten Hörer schwer herauszufiltern.

Video: Crystal Eyes – The Halls Of Valhalla

Besonders im nordischen Teil des Globus verbreitete sich diese Stilrichtung sehr schnell und brachte eine Menge Vertreter des Black Metal hervor. Der Klang ist gekennzeichnet von latent blechernen Produktionen, wenig Bassbetonung, filigranem und schnellem Gitarrenspiel, welches allerdings nicht virtuos zu bezeichnen ist, da die Geschwindigkeit überwiegt. Der Gesang liegt oftmals wie ein düsterer Begleiter über den Riffings. Die Drums werden insbesondere in den Höhen betont. Die Produktionen sind nicht als warm zu beschreiben, sondern eher als hell zu bezeichnen. Vertreter wie Children Of Bodom oder Cradle Of Filth begannen in den 90ern diesem Trend einen neuen Touch zu versehen und gestalteten, die nach wie vor schwierigen und teils anklagenden Themen, mit einem kommerzielleren Image und ebensolchen Abmischungen zu produzieren. Das Songwriting bei Black Metal-Bands ist betont ausgefeilt, die Songs abwechslungsreich strukturiert. Charakteristisch zu erkennen ist zumeist nur noch der Gesang, dessen Auswüchse allerdings auch abgeschwächt und an der Grenze zu normalen Klängen liegen, sowie die lyrische Themenauswahl. Opulent und majestätisch werden dabei die Songs in Szene gesetzt, philosophische Ansätze werden inhaltlich auch aufgegriffen (u.a. Nietzsche)

Video: Cradle Of Filth – Nymphetamine Fix

Ebenso sehr verbreitet ist die Thematik der Schlechtigkeit der Menschheit an sich, misanthrope Einstellungen werden kundgetan. Hinsichtlich der Inhalte hat sich die Szene insofern entwickelt, da zu Beginn des Black Metals nur der Satanismus im Vordergrund stand. Bands wie Satyrcon lebten diese Einstellung auch ganz klar nach außen. Aufgrund dessen die Musikrichtung zu verurteilen, trifft den Kern der Sache allerdings nicht, doch zu gern muss der Black Metal bei etwaigen Unglücksfällen als Ursache herhalten (vgl. das Mörderpärchen aus Witten). Der Black Metal hat mittlerweile eine gewisse Salonfähigkeit entwickelt, allerdings scheint auch hier langsam aber sicher der Trends immer mehr die Tendenz zum Kommerz einzuschlagen, was viele Kritiker auf den Plan ruft. Die Vertreter des Black Metal entlehnen ihre Namen nicht selten historischen Persönlichkeiten und Ereignissen (Children Of Bodom, Bathory, Impaled Nazarene). Mercyful Fate-Frontmann King Diamong wurde von Anton LaVey zum Ehrenmitglied der Church Of Satan ernannt.

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