Dark Metal findet oft und gern Verwendung für Bands und Künstler, die weder exakt in das Metal-Genre anderer Stilrichtungen einzuordnen sind, noch genug Parallelen und strukturelle, charakteristische Elemente des Gothic aufweisen. Der Dark Metal steht irgendwo dazwischen. Es finden sich Elemente des Black Metal ebenso, wie auch Ausflüge in den Wave-Bereich, der an sich mit dem Metal als solches nicht viel gemeinsam hat. Ebenso binden einige Bands und Künstler vereinzelt Facetten des Doom Metal mit in ihren Sound mit ein. Eine besondere Art des Dark Metal stellt seit Mitte der 90er und verstärkt seit Mitte 2000 die Neue Deutsche Härte dar. Vorzeugebands dieser Richtung wie Rammstein, Eisbrecher, Megaherz oder auch die neueren Veröffentlichungen von Witt können hier eingeordnet werden. Die ursprüngliche Basis der einzelnen Vertreter stellt in diesem Bereich eine der genannten Stilrichtungen wie Doom, Gothic oder dergleichen dar.

Video: Joachim Witt feat. Nadja Saeger – Die Macht

Einige Bands bewegen sich auch aufgrund der kommerziellen Gestaltung fließend zwischen dem Black Metal und dem Dark Metal. Hier seien als Beispiele Dimmu Borgir, Cradle Of Filth oder Eisregen zu nennen.

Video: Eisregen – Elektro Hexe

Einige der entsprechenden Bands setzen trotz des Begriffs Dark Metal nicht auf schwermütige, traurige Atmosphäre oder derartige Gestaltung der Texte, wobei inhaltlich durchaus Ernsthaftigkeit gegeben ist. Die Gestaltung im Dark Metal entspricht einer gewissen Mixtur aus Dynamik, Kraft und Melancholie zugleich, festzustellen etwa bei Moonspell, Samsa´s Traum, Pain, Therion uvm.

Video: Samsas Traum – Ein Foetus wie Du!

Mehr und mehr kam der Terminus des Dark Metal durch das so betitelte Album der Band Bethlehem ins Gespräch und wurde schnell zu einem festen Begriff. Im Vergleich zum Black Metal zeigt sich der Dark Metal weitaus melodischer und eingängiger, lebhafter als Doom Metal, in den Tonlagen nicht tief genug für Gothic und strukturell zu abwechslungsreich und wiederum melancholisch für Heavy Metal.