Ebenfalls eine Unterkategorie des Metal stellt der Death Metal dar, wobei dieser gemeinsam mit Black und Thrash Metal zum sogenannten Extreme Metal gerechnet wird. Charakteristisch in diesem Stil ist oftmals der sehr trocken produzierte Sound. Im Death Metal wird sich nicht vielen Nuancen und Spielerein aufgehalten und es dominieren kernige Riffs, Doublebass und sehr tief gehaltenes Songmaterial. Ebenso wie im Black Metal finden auch andere Gesangslinien, außer den rein harmonische mit klarem Gesang, Verwendung. Tief und dunkel werden die Lines hierbei meist gehalten und sind untermalt von sogenannten Growling.

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Die Themen drehen sich zumeist auch um negative Aspekte, wobei hier nicht die Morbidität oder die misanthrophe Darstellung eine Rolle spielen. Es wird zumeist mit nihilistischen Anleihen gespielt, die eine gewisse Sinnlosigkeit und Verweigerung an allem in sich tragen. Death Metal kristallisierte sich in den 80er Jahren aus dem Bereich des Thrash Metal heraus und entwickelte anhand des soundtechnischen Fundaments von Rhythmusbetonung, warmen und tiefem Sound und eindeutiger Betonung auf Riffing, Bass und Drum Zusammenspiel diese Variante des Metal. Philosophische Bereiche finden ab und an Verwendung in den Inhalten. Die Songs sind aber hauptsächlich durch die erwähnten Thematiken geprägt, sei es durch Aufgreifen von Folter, Tod, Horror in verschiedenen Facetten. Nach wie vor landen einige Bands, Alben oder einzelnen Songs auf dem Index wegen der dargestellten und besungenen Gewalt.

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Bands wie Deicide, Morbid Angel oder auch Cannibal Corpse gelten auch Jahrzehnte später noch als die absoluten Paten des Death Metal und der Sound dieser Stilrichtung hat sich sicher weiter entwickelt, doch blieb auch bei seinen Grundfesten. Oftmals stellt die Thematik des jeweiligen Songs die Basis für das Songwriting und den Einsatz der typischen Stilmerkmale dar. Dies gilt aber auch für die Verwendung an sich stilfremder Elemente und Instrumente, deren Einsatz maximal als Nuance dient. Das Material ist geprägt von einer Menge Dynamik und Energie, teils forschen Akkordfolgen, doch auch in sich gekehrte Tracks und Fragmente finden Verwendung, sofern der Inhalt dies verlangt.

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Im Laufe der Jahre wandten sich Bands, die zuvor eigentlich keiner Kategorie ganz zuzuordnen waren, aber extremer, fordernder und weniger melodiös als andere Metal-Stile waren, dem Death Metal zu und verfeinerten diesen wiederum. Sei es durch eine stärkere Betonung von Harmony-Elementen oder gedrosseltem Songwriting zur Abwechslung, interessanten Breaks und sich steigernden Tempi. Lange Zeit wurde der Death Metal seitens der Black Metal-Szene als Kommerz bezeichnet. Ist der Hauch des Extremen doch nicht derart stark ausgeprägt und polarisierend und zeigte sich stets auch anderen Einflüssen gegenüber aufgeschlossener.

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Im Gegensatz zum Black Metal, der gern mit religöser Symbolik spielt, sind es hier Symbole, wie etwa das Eiserne Kreuz, die gern von den Künstlern und Bands des Death Metal vorangetragen werden. Dies dient auch dem optischen Ausdruck des besagten Horrors und Übels, womit sich die Songs beschäftigen. Historische Momente und Überlieferungen werden oft aufgegriffen.

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