Der Hardcore Punk entstand in den USA und unabhängig davon in Großbritannien Ende der 1970er Jahre und ist eine radikale und schnelle Weiterentwicklung des Punkrocks. Mitte der 1980er Jahre gilt die Hardcore-Ära bereits als beendet. Sie übte dennoch einen großen Einfluss auf die folgende Grunge-, Crossover- und Extreme Metal-Bewegung aus. Die kanadischen D.O.A. sollen den Begriff Hardcore mit ihrem zweiten Album „Hardcore `81“ verbreitet haben. Andere Stimmen behaupten, der Begriff stamme aus UK. In einem Headspin-Artikel von Martin Büsser heißt es gar, der Begriff wurde im Vietnamkrieg für hartgesottene Kämpfer verwendet, die töten konnten, ohne mit der Wimper zu zucken.

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In Deutschland wurde der Begriff Hardcore-Punk für besonders harte Punkrock-Bands wie beispielsweise Die Wichser benutzt. Der Irokesenschnitt, auch „Liberty Spikes“ genannt gehört zu dem vorherrschendem klassischen Bild eines Punks, welches erst in der Zeit des Hardcore-Punks aufkam. Im Hardcore Punk ist die Musik selbst als Botschaft zu verstehen. Sie ist zwar musikalisch und aggressiv, wie auch der Punkrock, aber dabei wesentlich konzeptioneller und versierter. In den USA gelten v.a. die Dead Kennedys, Bad Brains, Angry Samoans, Black Flag und Minor Threat als Initiatoren des „American Hardcore“.

Video: Black Flag – Nervous Breakdown

Der „UK Hardcore“, auch „UK82“ wurde hingegen von Bands wie The Exploited, Discharge und GBH geprägt. Auch in Japan, Australien und Lateinamerika breitet sich der Hardcore Punk Anfang der 1980er Jahre stark aus. Auf dem europäischen Festland entstand ein eigener „Euro-Hardcore“, v.a. in Deutschland, Skandinavien und Italien. Zwischen 1984 und 1986 lösen sich die meisten Bands des Hardcore Punk jedoch auf, oder ändern ihren Stil maßgeblich. Dafür verantwortlich ist v.a. das Aufkommen des Heavy Metal.

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