Alternative ist ein Begriff der in den 90ern populär wurde und Musik meint, die sich gezielt vom Mainstream abgrenzt. Dave Thompson „erfand“ den Begriff Mitte der 70er, der alle Entwicklungen zusammenfasst, die nach dem Proto-Punk entstanden. Seit dem Erfolg von Grunge und Crossover avancierte der Begriff international zur musikalischen Sammelbezeichnung für jede Form kommerziell erfolgreicher Musik, die ihren Ursprung im Underground hatte. Der Hype um Alternative-Musik begann, als sich Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre Major-Label verstärkt für die Independent Szene in ihrem Umfeld zu interessieren beginnen.

Bands wie The Stone Roses, Pixies, The Cure, R.E.M., U2 und The Smiths änderten das damalige Erscheinungsbild erfolgreicher Musik, deren Künstler sich durch Nonkonformität, Distanz und Andersartigkeit auszeichneten. Anfangs spielte der Begriff Alternative allerdings nur in Europa und Australien eine Rolle. Nachdem MTV mit der Ausstrahlung der Sendung „Alternative Nation“ 1992 begann, erlangte die Bezeichnung auch in den Staaten Nachhall.

Video: Nirvana – Come As You Are

Massive Plattenverkäufe in Millionenhöhe, weitläufige Stadien-Tourneen, Fluten an Merchandisingartikeln und allürenbehaftete Protagonisten werden stilprägend für eine Konter-Kultur, die ihren eigenen Mainstream begründet. Alle haben die Künstler des Alternative eines gemeinsam: Ihre Wurzeln liegen in der Post-Punk-Ära der 70er Jahre. Entscheidende Alben für die Entwicklung des Alternative ist Lou Reeds „Metal Machine Music“ und Patti Smiths Album „Horses“. Auch die Gründung der Sex Pistols zog eine Welle subkultureller Vermengungen von Musikstilen nach sich die letzlich im Alternative mündeten.

Anfangs wurde die Musik noch als New Wave betitelt. 1991 entstand mit Nirvanas Album „Nevermind“ eines der für den Alternative einflussreichsten Alben. Eine Vielzahl divergenter Stile werden im Alternative vereint, so etwa Alternative Rock, Alternative Metal, Alternative Country sowie Electronica, Pop und Hip-Hop.

Subgenres: