In den 1970er Jahren eine der beliebtesten Stilrichtungen des Rock, entwickelt sich Ende der 1960er Jahre in den Südstaaten der USA eine Spielart des Country Rock namens Southern Rock (Südstaatenrock). Hart gespielte Rockmusik treffen im Southern Rock auf Blues-, Country- und Jazz- und Funk-Elemente. Das Auftreten der Musiker spiegelt das Lebensgefühl einer jungen Generation aus den Südstaaten wieder, welche durch deren konservativen Werte, aber auch von der Hippie-Bewegung und dem Rock beeinflusst wurde. Im Vergleich zu der teils konfusen Aussagen der vorhergehenden Psychedelic-Bewegung, wie auch den interlektuellen Spätwerken der Beatles und den Rolling Stones zeichneten sich die Texte des Southern Rock durch Direktheit und Lebensnähe aus. Einige Musiker waren in ihrem Auftreten stark vom klassischen männlichen Rollenmodel geprägt, nach welchem sie erzogen wurden. Die als Hinterwälder und pauschal als Rassisten diffamierten Südstaatler wurden in vielen Songs mit Klischees behaftet.

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Der Südstaatenrock ist als eine Reaktion der jungen Andersdenkenden dieser Region zu verstehen, die sich gegen die Schuldzuweisungen wehren wollten. So ist der Song „Sweet Home Alabama“ von Lynyrd Skynyrd eine direkte Reaktion auf Neil Youngs „Southern Man“. Die Allman Brothers waren eines der ersten Bands, die aus weißen und schwarzen Musikern bestand. Obgleich die Popularität des Southern Rock Ende der 1970er Jahre stark nachließ gibt es bis heute Bands dieser Stilrichtung. Trotz Drogenproblemen und Todesfällen existieren die Allman Brothers bis heute, konnten vor allem in den 1990er Jahren weitere Erfolge erzielen. Ebenso ZZ Top, Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet und die reformierten Outlaws, welche bis heute noch Tourneen spielen.

Video: ZZ Top – Sharp Dressed Man