FM4 hat seine 20 nominierten Künstler und Künstlerinnen für den FM4 Award im Zuge des Amadeus Austrian Music Award 2017 vorgestellt. Den Sieger kürt das Publikum.

Bis zum 23. Februar, 12 Uhr, lässt FM4 in der ersten Runde über die Top 5 zum FM4 Award abstimmen. Ebenjene Top 5 kommen in die zweite Runde, in der der endgültige Sieger gekürt wird. Das Ergebnis wird in diesem Jahr erst bei der Gala des Amadeus Award am 4. Mai 2017 im Wiener Volkstheater bekanntgegeben.
Wir wollen euch in alphabetischer Reihenfolge einen kurzen Überblick über die zwanzig nominierten Acts geben. Den Link zur Abstimmung findet ihr am Ende des Textes.

AVEC

Für die junge Singer/Songwriterin AVEC ist dies nicht die erste Amadeus Nominierung. Schon im Vorjahr konnte die Oberösterreicherin, die wie aus dem Nichts am heimischen Musikfirmament erschien, mehrere Nominierungen einheimsen; für den Sieg reichte es allerdings noch nicht. Das soll sich in diesem Jahr mit Hilfe ihres Debütalbums „What If We Never Forget“ ändern.

Mehr zu AVEC erfahrt ihr im aktuellen PARADOX, dessen Cover die Dame mit der großen Stimme ziert.

Crack Ignaz

Der Salzburger Rapper zeigte sich im vergangenen Jahr höchst produktiv, sei es auf der Bühne oder auf Tonträger, von denen er gleich drei veröffentlichte. Gemeinsam mit Wandl releaste er „Geld Leben“, seine Zusammenarbeit mit dem Kölner Lgoony gipfelte im Release von „Aurora“ und schließlich legte er gegen Ende des Jahres sein Mixtape „Marmeladé“ nach. Schon 2016 war Crack Ignaz für den FM4 Award nominiert. Reicht es diesmal zum Sieg?

Der Nino aus Wien

Was hat Der Nino aus Wien 2016 eigentlich so getrieben?
Zuallererst ist er der Gewinner des letzten FM4 Awards im vergangenen Jahr. Sein musikalisches Hauptwerk des Jahres war „Das grüne Album“, ein Poesie-Album, das er gemeinsam mit Natalie Ofenböck veröffentlichte. Als Extra-Zuckerl gab es zum Tonträger ein Buch mit sämtlichen Texten. Folgt 2017 also der nächste FM4 Award? Man wird sehen.

Granada

Es spielt Granada! Seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums im September 2016 sind Granada unentwegt und höchst erfolgreich auf Tour in Österreich und Deutschland. Ihre Power-Pop Nummern zwischen klassischem Austropop a la STS und dem Singer/Songwriter Erbe eines Bruce Springsteen mit Balkan-Einschlägen kommt auf Tonträger wie auf der Bühne gewaltig gut an. Langfristige Ohrwürmer sind garantiert.

Mehr zu Granada gibt’s in der dritten Ausgabe von PARADOX.

James Hersey

Der Sänger mit amerikanischen Wurzeln glänzte 2016 vor allem mit seiner Single „Miss You“ vom gleichnamigen Album. Der Song verewigte sich in den FM4-Jahrescharts auf Platz 8. Abgesehen davon verschob Hersey seinen Lebens- und Schaffensmittelpunkt nach Berlin und tourte durch Europa.

Joyce Muniz

Joyce Muniz ist Produzentin, Sängerin und MC, doch ihre große Leidenschaft lebt die gebürtige Brasilianerin als DJ. Ihren bislang größten kommerziellen Erfolg feierte Muniz gemeinsam mit Rapper Skero und ihrem Party-Hit „Kabinenparty“. Für eben jenen bekam sie sodann im Jahr 2010 auch einen Amadeus Award. 2016 veröffentlichte die in Sao Paulo geborene Künstlerin ihr erstes Album „Made in
Vienna“.

Kimyan Law

Kimyan Law hat im Jahr 2016 sein zweites Album „Zawadi“ veröffentlicht. Auf dem sehr persönlichen Werk verarbeitet der Electro-Künstler seine Familiengeschichte. Zudem lud er sich Gastmusiker wie Clara Luzia und MOTSA ein. Der Wiener mit Wurzeln in der Demokratischen Republik Kongo gilt bereits seit geraumer Zeit als eine der ganz großen Versprechungen an die Zukunft der Szene.

Leyya

Leyya waren schon im vergangenen Jahr für den Amadeus Award in der Kategorie Alternative Pop/Rock sowie für den FM4 Award nominiert. Ebenfalls im letzten Jahr veröffentlichte das in Wien ansässige Trip-Hop Duo auf Las Vegas Records ihr Debütalbum „Spanish Disco“ mit der erfolgreichen Single „Butter“. Außerdem tourten sie durch Europa und erspielten sich einen hohen Bekanntheitsgrad. Schon 2017 soll das nächste Album erscheinen.

M.P.

Sein persönliches Highlight des Jahres 2016 war für M.P. sein Auftritt im Vorprogramm von twenty one pilots. Doch vergangenes Jahr passierte noch viel mehr für den Rapper aus Oberösterreich. Er veröffentlichte eine EP mit Namen „Mission to Mars“, in die er all seine Fähigkeiten in Sachen Gesang, Produktion und Texten steckte. Beim Label „Futuresfuture“ hat er ein neues Zuhause gefunden. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt.

Mavi Phoenix

Ihre Single “Quiet” war und ist ein absoluter Dauerbrenner in den Non-Mainstream-Radios des Landes. Erst vor zwei Wochen legte die Rapperin Mavi Phoenix mit „Love Longtime“ nach und es dauerte nicht lange bis die Single Platz 1 der FM4 Charts erklomm. Der Erfolglauf ist somit in vollem Gange und geht höchstwahrscheinlich auch in den kommenden Monaten und Jahren weiter – vielleicht mit dem Gewinn des FM4 Awards?

MOTSA

MOTSA wird hier nicht nur im Zuge seiner Zusammenarbeit mit Kimyan Law erwähnt, sondern auch aufgrund seiner eigenen Nominierung für den Award. Der junge Austro-Russe hat sich mittlerweile in der europäischen Electro-Sezene einen Namen erarbeitet und es scheint auch in Zukunft so weiterzugehen. Für seine Single „Petrichor“ lud er sich Leyya Sängerin Sophie Lindinger ins Studio ein.

Ogris Debris

Das seit 2005 zusammenarbeitende Electro-Duo bedarf wohl kaum einer Vorstellung. Umso überraschender kommt es, dass Ogris Debris erst im vergangenen Jahr ihren ersten gemeinsamen Longplayer veröffentlicht haben. Wie zu erwarten war „Constant Spring“ ein Erfolg auf ganzer Linie. Bringt der FM4 Award die Krönung?

ROBB

Nein, wir reden nicht vom schönen ROBB, wir reden von der Wiener Formation ROBB. Das Thema der Genredefinition dieser Gruppe wollen wir sogleich beiseitelegen. Schließlich schnappen sich ROBB das Beste aus Soul, Funk und R’n’B um daraus eingängige Popnummern zu fabrizieren – 2016 in Form ihrer EP „Heat“. Beweisstück A:

Salute

Mit seinem Umzug nach Manchester hat sich der junge Electro-Künstler Salute auch musikalisch weiterentwickelt. Das Tempo wurde gedrosselt, der Sound smoother und die Einflüsse, unter anderem aus Jazz, Gospel und R’n’B, vielfältiger. Mit seiner Live-Show war der Wiener 2016 in Amsterdam, Paris, London, Glasgow und vielen mehr zu Gast.

Soia

Hip-Hop meets Weltmusik… Soia veröffentlichte 2016 auf Record Breakin ihr aktuelles Album „H.I.O.P“ und schuf einen spannenden Sound auf internationalem Niveau. Doch hört selbst:

The Crispies

Sex, Drugs & Rock’n’Roll… keine andere Band in dieser Reihe repräsentiert diesen Lebenstil (oder das Klischee davon) so wie The Crispies. Dreckiger Punk Rock mit rauem Sound – direkt, unverblümt und laut. Mit „Death Row Kids“ veröffentlichte die Wiener Band 2016 ihr Debütalbum, das im ganzen Land einschlug.

Viech

Aus fünf mach vier. Im Zuge ihre Albums „Yeah!“ stieg Gründungsmitglied Andreas Klinger-Krenn bei Viech aus und lies Band und Land hinter sich. Die vier verbliebenen Musiker um Paul Plut machten dennoch weiter und brachten den discotauglichen Indie-Sound in die Clubs des Landes.

Voodoo Jürgens

Dieser Mann musste einfach eine Nominierung bekommen. Schließlich ist Voodoo Jürgens der Austropop Held des Jahres 2016. Seine morbide Neuauflage des österreichischen Popsounds schaffte es bis auf Platz 1 der heimischen Charts. Was würde den Erfolgslauf des gebürtigen Niederösterreichs besser
abrunden als der FM4 Award?

White Miles

Somit sind wir angekommen beim Buchstaben W, und da kommt einem natürlich ein Name sofort in den Sinn: White Miles. Das Tiroler Blues-Rock-Duo hat bereits im April 2016 ihr zweites Studioalbum „The Duel“ veröffentlicht. Seither war die Band mehr oder weniger beständig auf Tour, ob als Headliner oder Support-Act. Album Nummer 2 selbst war dabei ein beinahe monumentaler Hörgenuss.

Yung Hurn

Zum Abschluss darf nochmal der Hip-Hop ran. Vor drei Jahren begann Yung Hurn mit dem Rappen, 2017 zählt er zu den namhaftesten Vertretern dieser Gattung in unsere Breiten. Er griff den Zeitgeist auf, komponierte Hymnen für fast alle Lebenslagen und wurde so in kürzester Zeit zum Aushängeschild des Hipster-Hop.

Zur Abstimmung geht es hier lang.

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