Nach über 15 Jahren ist es soweit, es soll endlich ein neues Album einer der letzten legendären Reggae Bands aller Zeiten geben, Black Uhuru. Das neunzehnte Studioalbum soll es sein, das am 7.September released wird, zählt man die Live und Dub Alben dazu, wäre es Album Nummer 34. Und die Reggae Veteranen haben weder ihre Liebe zur Musik noch die zu ihrem Ganja vergessen, und so ist direkt die erste Video Auskoppelung des Albums der Healing of the Nation, dem Hanf gewidmet.

Ein Lied für die Pfeife

Der Tune selbst ist nicht neu, den haben Black Uhuru bereits 2013 veröffentlicht. Er heißt Chalice, und natürlich ist davon auch reichlich zu sehen. Gedreht wurde vornehmlich in einem netten kleinen Hanffeld, und die alten Herren ließen es sich auch nicht nehmen, die Früchte des Feldes mittels ihrer Traditionellen Chalice Pipes zu genießen. Einzig negativ an dem stimmigen Song, der direkt ins Ohr geht, ist der leicht übertriebene Einsatz von Vocal Effekten wie Autotune. Ob „Chalice“ das Potential hat einen Kultstatus unter den Ganja-Tunes zu erwerben wie der Bkack Uhuru „Sensimilla“, ist trotz der immer noch vorhandenen Motivation der Band fraglich. So elektrisch bearbeitet verliert der Sound doch einiges von seinem natürlichen Charme. Nichts desto Trotz ist „Chalice“ ein Lied, das Ganja Liebhaber sich in die Playliste schaffen sollten.

Duckie gibt den Ton an

Auf allen 15 Tracks des Albums liefert Duckie Simpson die Lead Vocals, doch auch ein paar wenige hochkarätige Features werden zu hören sein. Der Track „Jah Guide“ wurde ja bereits im vergangen Jahr released, und auch der ist Teil des „As The World Turns“-Albums. Dazu kommt noch der Song „Stronger“, in dem Agent Sasco a.k.a. Assassin einen Part hat, der schon durch die Stimme von Sasco markant ist, und den Abschluss des Albums, den Tune „Live & Learn“ begleitet Roots Reggae Sänger Prezident Brown.

Darum dreht sich die Welt

Inhaltlich dürfen wir von „As The World Turns“ natürlich alle Themen erwarten, die in der Tradition des gepflegten Roots Reggae stehen. Jede Menge Kritik an System und Gesellschaft, religiöse und philosophische Gedankengänge und Liebe zu Jah, Musik und natürlich Ganja, bzw. in dem Fall dem Rauchen der Chalice. Wer erwartet, dass die Band, deren Namen auf deutsch übersetzt so etwas wie „Die schwarze Freiheit“ bedeuten würde, so viele Jahre nach ihrer Gründung 1974 nichts mehr zu sagen hätte, irrt auf jeden Fall. Die Themen mögen zum größten Teil nicht neu sein, doch an Aktualität haben Black Uhuru Inhaltlich nichts eingebüßt. Mit Songs, die „Chalice“ und „Ganja Baby“ heißen, kann man angesichts des weltweiten Cannabis Booms aber auch nicht viel falsch machen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.