Brian Lopez verbindet Rock mit Psychedelic-Sounds. Wie sich das anhört, könnt Ihr auf seinem neuen Album „Static Noise“ erleben!

Schaut man sich den Künstler Brian Lopez an, so fallen zunächst seine ungezähmten Locken auf, die beinahe etwas Verspieltes haben. Wäre da nicht der ausdrucksstarke Blick des Sängers, der deutlich macht, dass Brian weiß, was er will. Nämlich richtig gute Musik schreiben und uns mit seiner Falsettstimme beeindrucken.

Ein ultraschöner Anfang

Brian ist nicht nur dank seiner außergewöhnlichen Stimme ein erfolgreicher Musiker, sondern auch dank harter Arbeit. Denn der Sänger aus Tucson (Arizona) hat eine fundierte Ausbildung genossen und war als Student für klassische Gitarre eingeschrieben. Kein Wunder, dass er nun auch als Komponist seine Titel selbst schreibt. Sein Debütalbum „Ultra“ war 2011 sein erstes Solo-Album, nachdem er Mitglied der „Pixies“ und der „Mostly Bears“ war. Schon seit der Veröffentlichung dieser Platte gilt Brian als Ausnahmetalent und beeindruckte mit melancholischen, verträumten Songs. Um sein Album dem Publikum live vorstellen zu können, war Brian sehr viel unterwegs und trat während seiner Tour mit verschiedenen anderen Musikern auf. Mit dabei waren unter anderem Sergio Mendoza Y La Orkesta, die Band Giant Sand oder Marianne Dissard.

Neues Album, neue Energie

Am 17. April hat der Musiker sein neues Album „Static Noise“ unter dem Label IMG India Records veröffentlicht – eine Sammlung von sanften Songs. Dennoch sind die Arrangements jetzt kraftvoller gestaltet. Brian hat mehr Wert auf Schlagzeug und E-Gitarre gelegt, um mehr in die Richtung Rock’n’Roll gehen zu können. Eine Leidenschaft von Brian, die er neben südamerikanischer Musik hat. Deswegen hat er sich auch Zeit für seine neue Platte genommen, um jeden Track in ein Kunstwerk zu verwandeln, mit dem er selbst zufrieden ist. Unterstützt wurde er dabei von Co-Produzent Jim Waters, sowie Stuart Sikes, der für die Abmischung verantwortlich war. Die Arrangements wurden von Sean Slade betreut.

„Die Songs sind in gewisser Weise auch eine Art Therapie für mich“

Fragt sich nur, ob auch der Hörer mit den insgesamt 12 Tracks zufrieden ist. Die Platte erinnert stark an Psychedelic-Pop, der dank dem Einfluss von E-Gitarre und Schlagzeug einen rockigen Charakter erhält. Brian sagt von sich, dass seine zahlreichen Reisen und Erlebnisse ihn und seine Musik geprägt haben. Die Arbeit an seinem neuen Album hat ihm geholfen, mit Problemen fertig zu werden und ihm Halt gegeben, wenn er sich wieder einmal verloren fühlte: „Die Songs sind in gewisser Weise auch eine Art Therapie für mich“. Deutlich wird dies vor allem an den Songtexten, die zum Teil Brians Kampf mit sich selbst ausdrücken.
Brians Vielseitigkeit, für die der Sänger bekannt ist, spiegelt sich in seinen Tracks wieder. Während „Modern Man“ irgendwie an die 60er Jahre mit ihrem Rock’n’Roll erinnert, besingt er in „Right or Wrong“ die liebe mit seiner außergewöhnlichen Stimme. Auch ein tolles Cover findet sich auf der Platte: Der Song „She’s not there“ stammt ursprünglich von den „Zombies“, aus dem Jahr 1965.
„Static Noise“ ist eine Sammlung außergewöhnlicher Songs, die beim ersten Hören ähnlich scheinen. Doch lauscht man Brian etwas konzentrierter, so werden die Unterschiede deutlich. Für die Frankfurter Allgemeine ist die CD sogar „Album des Jahres“, so sehr hat der Sänger die Redaktion beeindruckt. Dem Pop-Mainstream-Hörer sei mit auf den Weg gegeben, dass er sich eventuell erst mit dem Psychedelic-Sound anfreunden muss, bevor er die Qualität der Tracks erkennt. „Persephone“ eignet sich für einen solchen Anfang wunderbar!

Tour mit Giant Sand

Brian hat schon mehrmals mit der Gruppe „Giant Sand“ erfolgreich zusammengearbeitet, zuletzt haben sie ihn bei seinem neuen Album unterstützt. Und nun sind sie als Support-Act im Mai auf seiner Tour mit am Start. Folgende Konzerte wird Brian im deutschsprachigen Raum geben:

17.05 München Feierwerk
18.05 Heidelberg Karlstorbahnhof
19.05 Nürnberg Hirsch
20.05 Düsseldorf ZAKK
23.05 Schorndorf Manufaktur
24.05 Bern Dachstock
25.05 Basel Kaserne
26.05 Aschaffenburg Colos-Saal

Credits:
photo by Jimi Giannatti

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