Auf Musik-Festivals wird gekifft, das ist eigentlich eine universelle Wahrheit und globale Realität. Bei uns in Deutschland finden zwar rund um die Events regelmäßig Kontrollen der Polizei statt, aber sobald man auf dem Zeltplatz oder dem Festival-Gelände angekommen ist, kann man das vorher gut versteckte Zeug sehen und riechen. In manchen Staaten der USA, in denen Cannabis legal ist, führen die Gesetzgeber nach und nach Regulierungen ein, die der Cannabisbranche und den Konsumenten neue Möglichkeiten bieten. Dazu gehören auch öffentliche Räume, in denen der Konsum von Cannabis erlaubt ist. Die ersten Großveranstaltungen gibt es bereits, an denen die Musik-Fans nicht nur kiffen dürfen, sondern sich ihr Weed direkt auf dem Festival-Gelände einkaufen können.

Outside Lands und Northern Nights Festival sind die Pioniere in Sachen Cannabis-Verkauf und Konsum auf Festivals

In San Francisco war das Outside Lands Festival 2019 das erste, das eine Genehmigung für den Verkauf und Konsum vor Ort erhielt. Der Vorteil liegt auf der Hand. Die Konsumenten können sich auf dem Gelände mit legalem, kontrollierten Cannabis versorgen. Das senkt das Risiko für medizinische Notfälle wie Verunreinigungen und Streckmittel enorm. Das Outside Land Festival empfängt etwa 200.000 innerhalb von drei Tagen, es wird also sehr viel Cannabis auf dem Gelände verbraucht. Das erste dreitägige Festival, bei dem der Konsum gestattet war, jedoch ohne integrierte Verkaufsstellen, war das Mendocino County´s Northern Nights Festival.

Öffentlicher Raum für Konsum muss klar abgegrenzt sein

Dass Festivalbesucher überall zu ihrem Joint greifen, ist eigentlich ein gewohnter Anblick. Man muss allerdings bedenken, dass auch in US-Bundesstaaten mit legalem Cannabis der Konsum in der Öffentlichkeit noch strafbar sein kann. Auf den Events in Kalifornien zum Beispiel gibt es spezielle Areas, in die die Weed-Konsumenten sich zurückziehen können. Die Konsumräume müssen vom übrigen Festival abgegrenzt sein. Manche Festivals, die Genehmigungen für den Konsum oder Verkauf beantragt hatten, gingen übrigens leer aus. Legales Cannabis bedeutet eben auch auf Festivals keinen rechtsfreien Raum oder Genehmigungen für alle als automatische Konsequenz.

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