Die HipHop-Legenden des Marihuana sind wieder da. Nachdem sie ihr Album „Elephants on Acid“ Ende September released hatten, zogen sie sogleich los, um es ihren Fans auf der gleichnamigen Tour live vorzustellen. Das Album an steht ganz in der Tradition früherer Werke. Epische Samples, schwere Beats und die alles durchdringende Stimme von B-Real garantieren den typischen Cypress Hill Flair. Und natürlich dürfen auch Titel wie Jesus was a Stoner oder Reefer Man nicht fehlen. Diese Tracks stellen klar, dass die US-amerikanische Rap Kombo mit Puerto-ricanischen Wurzeln ihrem Weed-Thema stets treu geblieben ist.

Deutsche Polizei kennt die Band

Die Elephants on Acid Tour sollte B-Real, Muggs und Co. auch durch unsere europäischen Gefilde führen. Die Macher von Hits wie „I want to get high“ und „Hits from the Bong“ kamen zum Beispiel in die deutschen Großstädte Hamburg, Dortmund und München. Fans strömen von nah und fern zu den Shows und füllen die Locations mit sich selbst und dem weißen Rauch. Die Zutaten bringen sie mit, um einem Cannabis-trächtigen Abend angemessen zu genießen. Von der tendenziell hohen Wahrscheinlichkeit, an einem Cypress Hill Konzert auf Besucher im Besitz von Cannabis zu treffen, haben offensichtlich auch die Behörden Kenntnis. Also wundert es kaum jemanden, dass bei dem Event im Zenith gerade in München die Polizei sich die Gelegenheit einige Konsumenten zu kriminalisieren, nicht entgehen lassen möchte.

34 Anzeigen wegen Drogenbesitz

Zivilfahnder haben sich im Zenith unter das Volk gemischt und sind auf Konsumentenjagd gegangen, mit Erfolg. Ganze 34 Anzeigen wegen Besitz von unerlaubten Betäubungsmitteln wurden an dem Abend vor Ort geschrieben. In der Regel waren es Cannabisprodukte, doch in ein paar Fällen führten die Konzertbesucher auch Amphetamine oder andere Substanzen mit. Die Tatsache, dass die Polizei aber bei einem Fund von zehn Joints im Besitz einer Person von einem Dealer ausgeht, erweckt den Anschein, dass die Beamten sich mit Cypress Hill dann doch nicht so gut auskennen, wie zunächst angenommen. Wenn der Konzertbesuch inklusive Vorgruppe etwas mehr als 3 Stunden dauert, und man Joints in einer gewissen Frequenz konsumiert, dann sind die zehn Tüten garantiert weg nach dem Abend. Und das ganz ohne, dass man auch nur einen einzigen davon verkauft. Für die anderen etwa 6000 Fans war es sicher ein gelungener Aben. Doch für einige wird die Erinnerung an das Konzert im Zenith immer mit etwas Ärger verbunden sein. Ob Cypress Hill selbst auf ihrer Tour auch von unseren Ordnungshütern nach Drogen durchsucht wurden? Außer aus der Bayrischen Hauptstadt sind im übrigen keine Meldungen von ähnlichen Polizeiaktionen bekannt geworden.

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