B-Real, der Sänger von Cypress Hill und Prophets of Rage, eröffnete am 15.08.2018 in Kalifornien die Weed Dispensary „Dr. Greenthumb“. Zuvor brachte er gemeinsam mit Bhang Chocolates, einem Unternehmen, das hauptsächlich für die Herstellung von Edibles bekannt ist, bereits eine eigene Marihuana Marke hervor. Diese soll neben anderen Cannabisprodukten und Accessoires in dem Weed Shop vertrieben werden.

B-Real als Gegner der Legalisierung

Als in Kalifornien vor zwei Jahren über die Legalisierung beraten wurde, sprach sich der Rapper noch im Vorfeld der Abstimmung gegen den Gesetzesentwurf aus, der ihm heute sein neues Geschäft ermöglicht.
Nein wirklich, das war weder ein Lese- noch ein Schreibfehler. B-Real, Sänger von Liedern wie „Hits from the Bong“, „I want to get high“ und „Dr. Greenthumb“, war nicht einverstanden mit der Legalisierung. Jedenfalls nicht in der Form, wie sie in Kalifornien zur Debatte stand. Der Entwurf sei keine richtige Legalisierung, sondern ein Geschenk an große, kapitalstarke Firmen. Er schwäche und benachteilige kleine Unternehmen, indem er aus Rechten Privilegien mache. Allein die Details der Besteuerung wären nicht fair für kleinere Betriebe.

Also forderte er in Social Media Beiträgen dazu auf, bei der Abstimmung um das Gesetz mit „Nein“ zu stimmen.
Nachdem der Antrag im November 2016 aber angenommen und somit die Legalisierung in Kalifornien beschlossen wurde, gratulierte er dann aber schließlich. Dies tat er aber auch mit einer Portion Skepsis, mit der er auch später noch immer wieder Fragen zum kalifornischen Legalisierungsmodell beantwortete.

Anerkannter Hanffreund

B-Real gilt in den USA als eine herausragende Persönlichkeit an der Spitze der Cannabis Bewegung, und das schon seit Jahrzehnten. Insofern musste man bei seiner Abwehrhaltung gegen das kalifornische Modell davon ausgehen, dass sie eine fundierte Begründung findet. Auch will sich B-Real nach wie vor für eine Marihuana Legalisierung in allen 50 Staaten einsetzen.
Schon 2015 versucht „Dr. Greenthumb“ in das Geschäft mit Cannabis einzusteigen. Damals gewann er eine Verlosung zur Eröffnung einer medizinischen Verkaufsstelle in Santa Ana, Orange County, Kalifornien. Diese wurde allerdings bis Dato nicht eröffnet.

Kein Widerspruch

Nun kann der Cypress Hill Frontmann dank der von ihm abgelehnten Legalisierung Cannabis an jeden Erwachsenen über 21 Jahre verkaufen. Ganz unabhängig von medizinischen Indikationen oder ärztlichen Empfehlungen.
Seine Haltung gegenüber der neuen rechtlichen Situation in Kalifornien habe er laut eigener Aussage bis heute nicht geändert.
Seine Cannabis Marke baut er seit einigen Jahren mit einem Partner auf , und er betreibe aber auch weiter Lobbyarbeit, wie er es in den vergangenen 20 Jahren ebenfalls tat.
Die Eröffnung einer Dispensary lag beim entwickeln seiner Marke immer in seiner Absicht, sowohl für medizinischen Bedarf als auch den Gebrauch im Recreational Bereich. Daher freut ihn die grundsätzliche Entwicklung natürlich schon.

Politisch Motiviert

Ein Teil der erzielten Gewinne des Weed Shops soll in Projekte der Jugendarbeit fließen. Zum einen, um etwas zurückzugeben und dem Geschäft mit Cannabis eine zusätzliche positive Auswirkung zu verleihen. Zum anderen aber auch, um damit verbliebenen Gegnern der Legalisierung einen Teil ihrer Argumentationsgrundlage zu entziehen, oder sie sogar überzeugen zu können.

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