…wirklich alle? Nicht ganz, denn nach heimischen Acts sucht man im Line-Up des Nova Rock 2014 etwas länger.

Von 13. bis 15. Juni feiert das Nova Rock sein zehnjähriges Jubiläum. Seit 2005 bildet es eines der Aushängeschilder der österreichischen Festivallandschaft. Jahr für Jahr lässt das publikumswirksame Line-Up mit den Größen der Metal-Szene bis zu 160.000 Musikbegeisterte ins beschauliche Burgenland pilgern.

Geladen sind internationale Top-Acts wie Iron Maiden, Black Sabbath und Slayer. Und anscheinend wollen alle mitfeiern, wenn selbst die Punk-Rock Legenden von Bad Religion einen Slot um 15.30 bespielen. Auch alte Wegbegleiter, wie Mando Diao die nach der Premiere 2005 und dem mit 160.000 Besuchern restlos ausverkauften Festival 2007, in diesem Jahr zum dritten mal mit von der Partie sind.

Bizarrer Höhepunkt am Samstag wird wohl nach Iron Maiden ein Mann, den zumindest die, die 2005 schon auf Festivals durften, noch aus dem Fernsehen kennen. David Hasselhoff bildet die „Special Late Night 80s Show“ als „Headliner“ auf der Blauen Bühne. Angeblich hat er sich auch schon etwas sehr Spezielles einfallen lassen, um auch die harten Jungs (und natürlich Mädels) im Publikum auf seine Seite zu bringen. Aus Deutschland hat man dann noch Mono und Nikitaman, Fettes Brot und Samy Deluxe eingeladen.

Um einen heimischen Act im Line-Up zu haben werden diejenigen, die es am Sonntag wirklich schaffen früh aufzustehen, beim Nova Rock Frühschoppen wieder von Wendi’s Böhmischer Blasmusik unterhalten.

So… und das war’s dann auch mit österreichischen Bands auf den großen Bühnen der Pannonia Fields II in Nickelsdorf. Eigentlich schade, dass man weder auf der Blue noch auf der Red Stage Platz hat, um ein paar jungen, heimischen Bands die Möglichkeit zu geben Erfahrung auf einer Festivalbühne zu sammeln. Aber zum Glück gibt es eine kleine Bühne wo junge Bands den großen Acts Widerstand leisten. An ihr muss man sich vorbei drängen, will man von der Blue zur Red Stage. Und da dürfen immerhin acht österreichische Musiker auf die „RedBull – Brandwagen Stage“. Dort gibt es neben der härteren Schiene von Cursed by the Fallen, Tuxedo und Against Our Burial, auch die Amadeus-Gewinner der Kategorie „Hard and Heavy“ – Kaiser Franz Josef – zu sehen. Äußerst hörenswert klingen hier vorab die Wiener Jungs von der foo-fighteresken Formation Silent Grey. Die stehen am Freitag auf der Bühne mit den zwei Stieren.

Alles in allem wird das Nova Rock 2014 wieder ein riesen Tamtam mit Shows, die man einfach live gesehen haben muss (The Prodigy!) und vermutlich wieder knapp an die 160.000 Besucher.

…und wenn man genau hinsieht, kann man in dieser Masse an Menschen auch die kleinen Bands erkennen, die um Aufmerksamkeit ringen.

Weitere Informationen findest du wie immer auf www.music-news.at!

Foto: novarock.at

Eine Antwort

  1. Johannes

    Das finde ich auch schade. Vor etlichen Jahren traten Excuse me Moses als 1. Band auf der Blue Stage auf und die Stimmung war schon um 12:00 super. Ich denke, das war einem großen Teil auch geschuldet, weil sie aus Österreich kamen. Daher vote auch ich für „Mehr österreichische Bands auf die Blue und Red Stage!“ :-)

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