Acht Minuten Punchlines gegen falsche Fakten

Felix Schager aka Def Ill, Rapper aus Linz, hat gestern seine Meinung kundgetan und ein One Take veröffentlicht, das seinesgleichen sucht.

DIE SITUATION

Täglich, fast stündlich erreichen uns Bilder aus Traiskirchen und die Lage dort ist verheerend. Viele Menschen helfen und fahren mehrmals täglich zum Lager, um Kleidung, Hygieneartikel und Spielsachen für die Kinder zu spenden.
Menschen die es über den Landweg oder übers Wasser geschafft haben, die außer ihrer Kleidung und Ausweise nichts mehr haben. Als sei dies nicht schon schlimm genug, bekommen sie hier in Österreich viel Verachtung seitens großen Teilen der Bevölkerung.

ACHT MINUTEN PUNCHLINES GEGEN FALSCHE FAKTEN

Def Ill rappt in acht Minuten Punchlines in Mundart gegen rechte Propaganda, Zeitungen die Stimmung gegen Menschen machen und falsche Fakten veröffentlichen. Das drei Affen-Prinzip des Innenministeriums. Nichts Sehen, Nichts Hören, Nichts Sagen.
Flüchtlinge, Familien schlafen am Boden und in Zelten. Aber nicht weil sie gerade auf Festivals sind und es so lustig ist, sondern weil es in einem der reichsten Länder der Welt fast keine festen Unterkünfte gibt. Viele Österreicher wollen helfen, stellen Wohnungen zur Verfügung und die Bürokratie macht der Hilfsbereitschaft einen Strich durch die Rechnung.
Es wird so getan, als wären Menschen nur Objekte ohne Gefühle, die man einfach stehenlassen kann, wenn sie nicht passend sind. Aber man wird ja wohl noch seine Meinung kundtun dürfen?
Bundesländer erfüllen ihre Quote nicht, sondern schieben Flüchtlinge hin und her wie auf einem Schachbrett.

Rechte Gruppierungen, die auf die Straße gehen, werden von Def Ill in Reimen auseinandergenommen, dass es eine wahre Freude ist. Er rappt gegen den Irrglauben, dass es in den Ländern aus denen die Menschen vertrieben wurden, keine Technik beziehungsweise Smartphones gibt. Wie können sie sich ein Smartphone leisten? Wo jedes kleine Kind heutzutage weiß, dass es Smartphones Sim-Lock Free ab 30 Euro gibt.
Bei diesen Menschen ist dies kein Statussymbol, sondern eine Notwendigkeit und Möglichkeit, um im Kontakt mit der Heimat zu bleiben.
Es wäre genug Geld da wenn es den Skandal rund um die Nilpferd Bank nicht gegeben hätte.
Man könnte sogar eine Stadt bauen für mehr als 100.000 Einwohner. Und allen Menschen helfen. Und Heinz Christian bekommt noch eine Breitseite für sein schlechtes Rappen ab.
„Er hetzt gegen Afrikaner, bereichert sich im Netz aber an der schwarzen Musik“.

Ein Freestyle der kein Bling Bling braucht, sondern durch Wortgewandheit glänzt.
Und wo wäre die österreichische Nationalmannschaft ohne ehemalige Immigranten ?

Think about that.

Der Unterschied zu Gutmenschen? Schlechte Menschen! Da bin ich lieber ersteres.

Headz gegen Hetze.

Foto: Def Ill facebook

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