Bis vor einigen Jahren machte der legendäre KISS-Bassist Gene Simmons noch Stimmungen gegen Cannabis. Für seine Anti-Drogen-Haltung war der Rockmusiker lange Zeit bekannt. Er beteuerte stets, selbst nie Drogen genommen zu haben, noch nicht einmal Alkohol. Aber heute sagt der beinahe 70 jährige Simmons, dass er seine Bewusststein weiterentwickelt und seine Meinung zu Marihuana überdacht habe. Er ordnet es heute eigenen Angaben zufolge nicht mehr in die gleiche Kategorie von Substanzen ein wie früher. Damals hatte er es noch mit Heroin über einen Kamm geschoren. Doch heute sieht er Cannabis in einem anderen Licht.

Die gesundheitlichen Vorteile von Cannabis haben Simmons überzeugt

Simmons sagt, dass er anfing, seine Meinung zu ändern, als er über die verschiedenen medizinischen Vorteile von Cannabis erfuhr. Er fing an sich zu informieren und erfuhr immer mehr über die vielen therapeutischen Einsatzmöglichkeiten von Cannabis. Insbesondere staunte er über das Potenzial, Menschen mit Epilepsie und ähnlich schweren Erkrankungen mit der Pflanze zu behandeln. Und so vertritt Simmons mittlerweile den Standpunkt, dass es eigentlich heuchlerisch ist, dass die Regierungen den Menschen den Gebrauch von Tabak erlauben, welcher nachweisliche Gesundheitsschäden zur Folge hat. Aber für Hanf soll weiterhin ein Verbot gelten. Dies versteht kein Mensch, der sich mit den zwei Substanzen einmal auseinander gesetzt hat. Gene Simmons hat also seine Meinung gründlich geändert und ist nicht müde, dies öffentlich Kund zu tun. Kürzlich kündigte er zum Beispiel an, dass KISS ein Musikfestival mit dem Thema Cannabis auf die Beine stellen wollen.

Simmons soll nicht nur Werbung für Cannabisprodukte machen

Mittlerweile ist Gene Simmons sogar aktiv für Cannabis tätig. Das Herstellerunternehmen Invictus MD Strategie Corp. aus British Columbia in Kanada heuerte den Bassisten im vergangenen Jahr an. Seine Position bei dem kanadischen Hanfproduzenten trägt den kreativen Namen Chief Evangelist Officer. Was auch immer das genau im Bezug auf seine Funktion bedeutet, sie wird wohl großteils repräsentativ sein. Trotzdem wird Simmons immer wieder in Abläufe des Betriebs involviert werden. Denn das ist quasi Pflicht. Kanadischen Cannabis-Unternehmen ist es verboten, Prominente lediglich als Gallionsfiguren einzusetzen und mit ihnen zu werben. Daher müssen zumindest ein paar aktive Funktionen ausgeübt werden. Das fällt Simmons schon deshalb nicht schwer, da er schon seit Jahrzehnten Unternehmer und sogar Miteigentümer eines Footballteams ist. Als Teil einer der bekanntesten Rockbands der Welt muss man Sinn für´s Geschäft entwickeln.

Simmons, der Cannabis Evangelist

Mit ausreichend Überzeugung füllt der gebürtige Israeli seinen neuen Job definitiv aus, wie man sehen kann. Wenn man zum Beispiel die Interviews verfolgt, die Gene im Zuge seines Engagements bei Invictus bisher gegeben hat, so kann man den Titel Chief Evangelist Officer irgendwie verstehen. Er scheint wie ein geläuterter Prohibitions-Anhänger, der nun als Prediger für Cannabis und seine medizinisch relevanten Eigenschaften unterwegs ist.

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