Hollywood Undead und Attila gastierten in Wien
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Stimmung
Sound
Performance
4.4STERNE

Am 5. April haben Hollywood Undead zusammen mit Attila das Gasometer bespielt und ordentlich abgerockt. Der Mix aus Hip Hop, Rock und Metal hat vor allem ein junges Publikum angezogen und zum mitsingen animiert.

Schon vor Einlass in die Konzerthalle hat sich draußen eine Schlange an Fans gebildet, die bereits in bester Laune waren. Kurz nach 19 Uhr war es dann endlich soweit und das Gasometer wurde von Rock Fans wie auch von Hip Hoppern gestürmt. Auf die Konzertbesucher wartet heute die US Party Metal Band Attila aus Georgia und die Headliner Truppe Hollywood Undead aus LA – da ist für gute Stimmung schon mal vorgesorgt.

Attila rocken lauthals die Bühne

Die Rocker von Attila stürmen die Bühne und das Publikum jubelt. Das Stimmungsbarometer schnellt bei den Party Metallern sofort nach oben, die Jungs haben definitiv Ahnung von Bühnenperformance. Die Musik ist sehr groovig und durchaus dem Metal zuzuordnen, auf jeden Fall nur etwas für Fans der härteren Musik. Der Sound direkt vor der Bühne ist ziemlich fett und der Bass klingt gut durch. Sänger und Frontmann Chris „Fronz“ Fronzak oder „Fronzilla“ geht total in seiner Rolle auf. Seine Art von Gesang ist ziemlich besonders, denn es sind Growls und Screaming dabei, aber auch eine Art Sprech-Schrei-Gesang, auf jeden Fall wird es einem bei dem Dargebotenen nicht langweilig. Eben eine klassische Stimmungsmacher-Band. Muss es auch geben. „Fronzilla“ fragt das Publikum, wer sie schon einmal live gesehen hätte. Da heben nur ganz wenige die Arme, es ist also für die meisten das Erste Mal mit Attila. Fällt einem so aber nicht unbedingt auf, denn alle gehen ab, und das ist bei dem Act vor dem Headliner nicht immer der Fall. Bei ihrer nächsten Tour in Europa würde ich mir die Band auf jeden Fall wieder ansehen, weil die Show einfach Spaß macht und ’nen guten Sound mitbringt.

Hollywood Undead – solide Show

Hollywood Undead betreten unter Geschrei die Bühne und wirken dabei äußerst cool. Bei den ersten Songs sind sie noch maskiert, danach zeigen sie ihre Gesichter, wenn auch manche nur mit Sonnenbrille. Die Band aus Los Angeles mischen Hip Hop und Metal, daraus ist ein ziemlich eingängiger Sound entstanden, bei dem man sowohl tanzen also auch headbangen kann. Im Publikum war übrigens auch beides zu sehen. Die sechs Musiker sind ein eingespieltes Team, die hin und wieder sogar ein bisschen an eine Boyband erinnern, da die Refrains sehr poppig sind und oft nur einer oder zwei eine Gitarre halten, der Schlagzeuger ausgenommen, und der Rest allesamt „nur“ singt bzw. rappt. In der Mitte des Konzerts wird ein junger Mann aus dem Publikum geholt der eine Gitarre umgeschnallt bekommt und zeigen soll was er kann. Etwas holprig trägt er ein bekanntes Gitarrenriff vor, und spielt danach einen ganzen Song mit der Band. Das hat positiv zur Unterhaltung beigetragen und kann man als Band immer mal machen. Auch Rammstein wurde kurz in den Abend eingebracht, „Du Hast“ wurde angespielt. Amerikaner die auf Deutsch singen, naja, es gibt Lustigeres. Die Songauswahl insgesamt ließ bei den Fans aber nichts zu wünschen übrig, von „Day of the Dead“, „Everywhere I go“, „Hear me now“ und vieles mehr, waren die Hits dabei und das Publikum erfreut. Eine souveräne Show die zwar keine Überraschungen bot, aber dennoch sehr gerockt hat.

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