Hubert von Goisern hat sich in einem offenen Brief scharf über eine Kritik von Der Standard zu Bilderbuchs neuem Album geäußert.

Christian Schachinger ist ein berühmtberüchtigter Musikkritiker hierzulande. In der Tageszeitung „Der Standard“ veröffentlicht er regelmäßig Konzert- und Albumkritiken, bei denen er auch gerne einmal den einen oder anderen Musiker etwas härter ran nimmt.

Nun sah sich Musikikone Hubert von Goisern dazu gezwungen, sich zu Schachingers Albumkritik über Bilderbuchs neues Hitalbum „Magic Life“ zu äußern.
In einem offenen Brief, den er heute, am 2. März, auf seiner Website veröffentlichte, kritisiert er Schachingers „sorg- und verantwortungsloses“ Verhalten als Musikkritiker. So schreibt er in seinem Brief: „Ist das Bedürfnis jemanden niederzumachen, Voraussetzung um deine eigene Daseins- und Schreibberechtigung zu spüren? Deine Rundumschläge gegenüber allem was nicht urban ist, sind zwar oft eloquent und witzig, subsumieren aber letztlich als polemische Amokläufe. Du bedienst damit deine Klientel nicht weniger als ein H.C. oder ein Gabalier die ihren.“
Weiter unten im Text äußert er sich auch zu Bilderbuch und ihrer Musik selbst: „Und ich finde ihre Musik gehört mit zum Besten und Spannendsten was Österreich aktuell zu bieten hat. Es sei dir (Christian Schachinger; Anm. d. Red.) natürlich unbenommen, jemandes anderen Kunst- und Lebensform abzulehnen, aber in einer seriösen Zeitung wie Der Standard finde ich deine reflexartigen Boshaftigkeiten deplatziert.“

Unsere Sicht auf den Sachverhalt

Am wenigsten haben Bilderbuch und ihre Musik mit all dem zu tun. Die Band ist aktuell in einem Zustand zwischen dem Stadium, zu cool zu sein, um kritisiert werden zu dürfen, und dem Folgestadium, in dem sie kommerziell so erfolgreich sind, dass sie schon wieder uncool sind. Schachinger wollte wohl der Erste sein, der Bilderbuch für uncool erklärt.

Herzlich willkommen im österreichischen Musikgeschäft.

Den kompletten Brief von Hubert von Goisern findet ihr auf hubertvongoisern.com.

Eine Antwort

  1. michael gloggnitzer

    das erinnert ein bissl an den eduard hanslick und seinen wundersamen kommentaren dem herrn bruckner gegenüber, bloss weil geschmack, erwartung und sympathie ganz eigene bewahrheitung suchte … insofern nicht viel neues, gruss aus graz

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