Was passiert, wenn man zwei Großstädter auf einen Roadtrip durch die Steiermark schickt? Fünfzehn Songs und ein Buch.

Weder der gebirgige Norden noch das sanfte, hügelige Weinland im Süden der Steiermark hat viel zu tun mit dem urbanen Treiben der Wiener Großstadt. Natalie Ofenböck und Der Nino aus Wien – bürgerlich Nino Mandl – haben diesen von „Weinverkostungen, Kirchenbesuchen, Grenzlandeinkaufszentntrumkaffeehäusern und Gesprächen mit Bürgermeister bis zum Betrunkenen“ geprägten Kulturschock vertont.

Natalie Ofenböck & Der Nino aus Wien – Das grüne Album [Problembär Records]

Das Endergebnis klingt glassklar nach Der Nino aus Wien, doch „Das grüne Album“ ist stark beeinflusst von traditioneller steirischer Volksmusik.
Soll heißen: Der Nino aus Wien macht noch immer Musik für Der Nino aus Wien Liebhaber – in diesem Fall, wie schon bei ihrer gemeinsamen Band Krixi, Kraxi und die Kroxn, gemeinsam mit Natalie Ofenböck. Wer mit seiner Musik bislang nicht warm wurde, der wird auch mit „Das grüne Album“ keine Freude haben.
Umso größer wird die Freunde bei den Fans der beiden sein, wenn sie das am 28. Oktober veröffentlichte Album in Kombination mit dem dazu erschienen Buch in Händen halten. In der grünen Niederschrift findet sich neben sämtlichen Liedtexten und Illustrationen aus der Feder von Natalie Ofenböck ein Briefwechsel zwischen Mandl und Ofenböck aus der Zeit der Entstehung, der von Bratlfett aus Gamlitz, im Kühlschrank vergessenem Speck, Grießnockerlsuppe mit Maggi und dem Klappern des Klapotetz erzählt.

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