Mit dem zweiten großen Band Announcement ist das Line Up des Indie-Festivals Out Of The Woods komplett.

Vergangenes Jahr begann eine fünfjährige Zusammenarbeit zwischen dem Wiener Konzertveranstalter (mit deutscher Beteiligung) Arcadia Live und der Familie Bogner, den Besitzern und Betreibern des Kult-Festivalgeländes im Burgenländischen Wiesen. Im ersten Jahr präsentierte man ein Brett von neuen Festivalformaten und füllte so die ganze Saison – einige Formate funktionierten, andere floppten. Im zweiten Jahr in Wiesen konzentriert sich Arcadia Live auf die Festivals, die schon im ersten Jahr ein Erfolg waren, nämlich das großartige Drum & Bass Event Nu Forms und das Out Of The Woods. Es scheint als würde sich letzteres schon im zweiten Jahr zum heimischen Top-Indie-Festival hochschwingen.
Nachdem schon vor mehreren Wochen Acts wie Alt-J, Feist, Phoenix, Foals, Metronomy, Milky Chance, SOHN, The Strumbellas, Alice Merton, Declan McKenna, Drangsal, Cigarettes After Sex, Hunger und Nihils bestätigt wurden, komplettiert Arcadia Live heute Mittag das 2017er Line Up mit den folgenden Band-Ankündigungen:

Out Of The Woods – Line Up Phase II

Der britische Sänger und Pianist Benjamin Clementine startete seine Musikkarriere mit 20 als er seine Heimatstadt London verließ und nach Paris ging. Die erste Zeit lebte er auf der Straße und machte ebendort auch seine Musik. In seinem Gesang erinnert er an große Blues-Men der Fünfziger; zu seinen Einflüssen zählen Leonhard Cohen und ake Thackray. Im Jahr 2015 erschien sein Debütalbum „At Least For Now“. Mit dem Album gewann er mehrere Preise in England und Frankreich, unter anderem den renommierten Mercury Price für das Album des Jahres 2015.

Die Soul-Band Celebration kommt aus Baltimore, Maryland. Das Kerntrio, bestehend aus Sängerin Katrina Ford, ihrem Ehemann und Multiinstrumentalist Sean Antanaitis und dem Drummer David Bergander, wird seit seiner Gründung im Jahr 2004 von wechselnden Musikern begleitet. In ihrem am 2. Juni erscheinenden fünften Studioalbum verarbeiten sie das Leben, wie Sängerin Ford darstellt: „Wir beschäftigten uns mit Badrenovierungen, dem Tod und der Pflege der Eltern, Kindererziehung, Karriere, mehreren Operationen und total chaotischen Terminkalendern.“

Inspiriert durch Musiker und Musikerinnen wie Gorillaz, Sufjan Stevens und Elliott Smith begann der Texaner Conner Youngblood noch am College eigene Songs zu schreiben. Getarnt als Singer/Songwriter verarbeitet er komplexe musikalische Strukturen beeinflusst von Bluegrass bis Hip Hop. Seit der Veröffentlichung seiner EP „The Generation Of Lift“ im Jahr 2015, auf der er innerhalb von 18 Minuten rund 30 verschiedene Instrumente einbindet, gilt der Amerikaner als eine der großen Zukunftshoffnungen seines Faches.

Eine weitere Beteiligung der heimischen Musikszene stellen Farewell Dear Ghost dar. Die Band um Philipp Szalay und Philipp Prückl spielt ihn ihren hymnenhaften Indie-Songs mit großen Gesten und tiefgreifender Emotion. Nach ihrem hochgelobten Debüt „We Colour The Night“ veröffentlichten sie 2016 die EP „Skin“. Ihre anschließenden Tour-Tätigkeiten führten sie bis nach China.

Das sich Reisen und wechselnde Lebensmittelpunkte positiv auf musikalische Ambitionen und der damit verbundenen Kreativität auswirkt, zeigt sich auch am Beispiel Fil Bo Riva. Der Italiener der in Rom aufwuchs, in Dublin zur Schule ging und schlussendlich in Berlin landete startete als Solokünstler. Mit der Beteiligung von Felix A. Remm wuchs Fil Bo Riva zum Duo. Ihr Schaffen wird durch bluesbeeinflusste Indie-Pop-Songs gekennzeichnet.

Die Deutschen Giant Rooks machen sich zur Zeit auf den Club- und Festival-Bühnen Europas einen Namen als vielversprechende Newcomer. Erst im Jänner erschien ihre Debüt-EP „New Estate“ auf der sie fünf Songs zwischen Pop, Indie Rock und Folk präsentierten – auch vor Einflüssen elektronischer Musik schreckt das Quintett aus Hamm nicht zurück.

Anders als es ihr Name vermuten lässt, kommen Kensington nicht aus England, sondern aus den Niederlanden. In ihrer Heimat haben sie sich in den Jahren seit ihrer Gründung im Jahr 2005 einen Namen gemacht und mehrere Musikpreise gewonnen. Mit ihrem Album „Control“, das 2016 erschien und Hits wie „Do I Ever“, „Sorry“ und „Bridges“ zu Tage förderte bekommen sie auch im Ausland zunehmend mehr Aufmerksamkeit. Ihre hymnenhaften Pop-Rock-Songs sind ein Fall für Fans von Coldplay und Konsorten.

Songwriterin Lea Stöger und Producer Manuel Hosp bilden gemeinsam das Duo Lea Santee. Heraus aus ihrer Indie-Rock-Vergangenheiten entwickelten die beiden Wiener einen Hang zur elektronischen Musik. Im Jahr 2015 starteten die beiden mit ihrem ersten Song auf Soundcloud durch und wurden wenig später auch auf FM4 gespielt. Ihre Debüt-EP produzierten sie in Los Angeles.

Eine etwas weitere Anreise muss Marlon Williams hinter sich bringen, um die Bühne des Out Of The Woods zu erklimmen. Zu seinen wichtigsten Einflüssen zählen PJ Harvey, Elvis und Country-Legende Gram Parsons. Diese Prägung seiner Musik ist unschwer zu überhören. Im Jahr 2015 gewann er bei den New Zealand Music Awards den Preis als Best Male and Breakthrough Artist. Ein Jahr später veröffentlichte er sein Debütalbum „Marlon Williams“, um sich danach auf zu machen, Nordamerika und Europa zu erobern.

Das österreichisch-britische Duo Palastic bewegt sich in Genre wie Electronic, House, Pop und Hip Hop. Bei der Umsetzung ihrer Ideen arbeiten sie mit Gitarre, Piano und Drums. Aufmerksamkeit erhielten sie für ihren Remix von Filous Track „Shaded In“. Doch auch ihre eigene Single „Side Note“ schaffte es in den FM4 Charts bis auf Platz 2. Mittlerweile haben Palastic ihren Lebens- und Schaffensmittelpunkt nach Großbritannien verlegt.

Die Wiener Indie-Band Schmieds Puls rund um Sängerin, Gitarristin und Songwriterin Mira Lu Kovacs feierte erst im vergangenen Jahr einen großen Erfolg, als sie einen Amadeus Award gewann. 2015 veröffentlichte das Trio ihr zweites Studioalbum „I care a little less about everything now“ und bekam dafür von Fans wie auch Kritikern großen Beifall.

Aus einer lebenslangen Freundschaft entwickelte sich das britische Duo Tender. Für ihrer EP „Armour“, die sie 2015 veröffentlichten, wurden sie weltweit bejubelt. In Großbritannien spricht man im Bezug auf Tender vom „next big thing“. Man darf gespannt sein.

Schon früh in ihrer noch jungen Band-Karriere durften The Amazons für The Kooks als Support auf Tour gehen. In diese Richtung geht auch ihre Musik. Bei The Amazons handelt es sich um Indie-Rock der Kategorie „2000er“. Mit großer Spannung wird ihr Debütalbum erwartet, das Ende Mai erscheinen wird.

Auch wenn einem der Name Tommy Cash vielleicht noch nichts sagt, man kennt sein Musikvideo zur Single „Winaloto“, schließlich sorgte es in der ganzen Musikwelt für große Aufregung, Verwunderung, Staunen oder Kopfschütteln. Für einige Wochen stellte der 25-Jährige die Hip Hop Welt und das Ästhetische Empfinden auf den Kopf. Der aus Tallinn stammende Este – aufgwachsen im russichen Teil der Stadt, beeinflusst von Kanye West und Goldketten – etabliert das Genre des post-sowjetischen Raps. Sein Debütalbum „Euroz Dollarz Yeniz“ erschien 2014.

Out Of The Woods – Facts

Das komplette Out Of The Woods Line Up seht ihr hier:

Out Of The Woods 2017 – Das Line Up [(c) Arcadia Live]

Das Out Of The Woods Festival findet heuer von Donnerstag, dem 20 Juli, bis Samstag, dem 22 Juli 2017, in der Ottakringer Arena in Wiesen statt.
Tickets bekommt ihr ab 59 Euro bei Öticket. Ein 3-Tages-Pass kostet 129 Euro.

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