Mit Johnny Winter ist vorgestern eine Blues-Legende gestorben.

Eines mussten wir gestern vor dem Einschlafen noch unbedingt erledigen: einen Song von Johnny Winter in voller Lautstärke anhören. Denn die Blues-Legende, auch oft als “weißer Jimmy Hendrix” bezeichnet, starb gestern 70-jährig. Das Lebenswerk von Johnny Winter ist beeindruckend: Bereits 1969 spielte er mit Größen wie Janis Joplin zusammen auf der Woodstock-Bühne und wurde von Musikmagazinen wie Rolling Stone gefeiert. Er lernte bei Pionieren des elektrischen Blues wie B.B. King und Muddy Waters – mit letzterem produzierte er Alben wie King Bee, Hard Again oder I’m Ready, die zu den besten Alben des Genres gezählt werden. Winter’s Stil beeinflusste so ziemliche alle bekannten Bluesmusiker wie Joe Bonamassa oder Stevie Ray Vaughan – seine Platte Johnny Winter And Live geht als Klassiker in die Bluesgeschichte ein. Johnny Winter, der als volltätowierter Albino optisch ziemlich aus der Reihe tanzte, hat es geschafft, mit seinem rockigen Stil den Blues entscheidend mitzuprägen.

Blues als Lebenseinstellung

Er war einer, der den Blues nicht nur spielte, sondern bis zum Schluss lebte: erst voriges Wochenende trat er noch beim Festival Lovely Days in Wiesen auf; sein Album Step Back – bei dem u.a. Eric Clapton, Brian Setzer, Joe Perry und Joe Bonamassa mitgearbeitet haben – wird nun posthum im September erscheinen. Johnny Winter starb, wie er lebte und wie es eines richtigen Stars würdig ist: auf Tour. Er wird in die Geschichte eingehen als einer der weltbesten Gitarristen und Blues-Musiker: Seit 1988 ist er bereits in der Blues Foundation Hall of Fame verewigt.

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