Sie sind beide Kinder der 80er, machen Weed-Rap, und das in ähnlichem Stil. Plusmacher kommt aus Magdeburg, von wo aus er, auch aus musikalischen Gründen, 2011 nach Berlin zog. Dort ist Herzog zuhause, der damals bereits einige Jahre in der Rapszene der Hauptstadt aktiv war. Ihre Leidenschaft für Hip-Hop und Gras ließ sie 2017 sogar einen gemeinsamen Tune samt Video herausbringen. Nun allerdings scheint es zwischen Herzog und Plusmacher nicht mehr alles im grünen Bereich zu sein.

Die Zeiten von gemeinsamer Medizin im Paper sind wohl gezählt

Ihr gemeinsames Kifferlied Medizin im Paper ist nur ein Zeugnis der Parallelen im Leben der Rapper Plusmacher und Herzog. Beide sind neben der Hip-Hop Musik noch im Cannabisgeschäft tätig. In ihrer Vergangenheit wollen beide bereits durch Dealen Geld verdient haben, heute tun sie es im legalen Bereich. Während es vom Plusmacher eine CBD-Hanfblüten-Sorte gibt, hat Herzog gar einen THC-Strain herausgebracht, das Herz OG, das man allerdings nur als Samen über niederländischen Versand erhalten kann. Nun dienen die Themen Musik und Weed als Inhalte des Streits zwischen den Rappern.

Herzog veröffentlicht Disstrack

Was auch immer zwischen den beiden vorgefallen ist in den vergangenen Monaten, Herzog jedenfalls macht seinem Ärger über den zwei Jahre jüngeren Remy Haedecke, wie Plusmacher im realen Leben heißt, in einem Disstrack luft, der auf seinem aktuellen Album OG mit Herz veröffentlicht worden ist. Plusmacher soll, so rapt Herzog, alle möglichen Ideen von ihm geklaut oder kopiert haben, inklusive dem Einstieg ins Cannabusiness. Auch darüber hinaus wirft er ihm vor, dass er weitgehend optisch und akustisch eine Kopie sei, sowohl von ihm, also Herzog selbst, als auch von Rappern wie SSIO und Morlockk Dilemma.

Macht der Diss zwischen den Weed-Rappern Sinn?

Wenn es tatsächlich nur darum gehen sollte, wer der Pionier unter den Rappern im Weed-Business ist, dann ist die ganze Geschichte vielleicht ein wenig zu aufgeblasen. Zahlreiche Rapper sind bereits im Cannabis-Geschäft involviert, auch in den USA. Und in Deutschland sind auch Marvin Game und Greeen mit eigenen CBD-Blüten in der Branche. Diese zwei Dinge passen einfach gut zusammen. Vielleicht steckt aber auch mehr dahinter, und es geht um reale, geklaute Ideen und Pläne. Plusmacher wird in den Rhymes von Herzog im übrigen nicht explizit erwähnt, aber die Wortwahl legt den Schluss mehr als nahe. Ob dieser sich in naher Zukunft auf die eine oder andere Weise zum Diss äußern wird, bleibt abzuwarten.

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