Wer schließt sich der „live.luv.life“-Bewegung an und folgt dem Bremer Vokalakrobaten auf seinem Weg?

Wenn Drum’n‘Bass und Rap Hand in Hand gehen, dann ist die Rede von Stunnah. Wir alle kennen deutschen Rap – Sprechgesang ist omnipräsent. Drum’n‘Bass haben die meisten auch schon einmal gehört. Die Kombination, die der Bremer an den Mann bringt, kann man getrost als neu bezeichnen. Deutschlands umtriebigster Drum & Bass-MC kommt nach seiner vielfach gelobten Muse-EP mit einer neuen Video-Single um die Ecke. „Movement“ nennt sich das gute Stück, welches vom Künstler-Duo Smuskind produziert wurde, und erblickte am 18. März 2016 auf YouTube das Licht der Welt.

Die zwei Musiker stammen aus dem Ruhrpott, genauer gesagt aus Recklingshausen. Das Duo schwimmt in breitgefächerten Gefilden herum. Ob D’n‘B, Dubstep, House, Glitch oder Trap: Der Sound von Smuskind kennt keine Grenzen. Auch die Bandbreite ihrer Live-Sets ist kunterbunt. Ganz unten im Beitrag darf ihr SSIO-Remix zum Song „0,9“ begutachtet werden. Das Teil geht steil nach vorne. Jonas und Orga sind multitalentiert, beide stehen an den Decks und schrauben an den Tracks. So können Ideen schneller umgesetzt und an einem Tag auch mal zwei Gigs gespielt werden.

Kommen wir aber wieder zurück zu Mister Stunnah. Letztes Jahr war er einer der, wenn nicht sogar der heißeste Rap-Newcomer im ganzen Bundesgebiet. Er bekehrt Leute, die eigentlich keinen Rap hören. Selbst hartgesottene Rocker feiern zu der Musik des Schöpfers der „live.luv.life“-Bewegung. Das neue Video wurde im NFF Club Bremen gedreht und gibt die Stimmung seiner impulsiven Live-Shows gut wieder. Stunnah nennt seinen Stil Drum`n`Bars, die Hook spiegelt die Message sehr schön wieder.

„Undergroundsound, Undergroundmenschen,
der ganze Raum bounct, alle brauchen Action,
das ist Undergroundsound für Undergroundmenschen,
ich bau’n Movement aus lautem Sound und fetten Bässen“

Der Rapper möchte echte Menschen mit seiner Musik ansprechen, keine Faker, keine Hater. Der Inhalt und die Motivation sind klar. Hier spricht jemand, der in seiner eigenen, speziellen Subkultur lebt und Musik scharfsinnig wahrnimmt wie kein Zweiter. Den Hörer erwarten drückende Bässe, die einem die Luft rauben. Heftige Basslines, Kicks und Snares, die von einem Trommelfeuer an Percussions begleitet werden. Kombiniert mit Doubletime-Raps, die technisch auf einem so hohen Level sind, dass selbst alteingessene Rapgrößen neidisch werden. Seine Erfahrungen mit Major-Labels sind anscheinend auch nicht die besten, deswegen vertreibt er seine Musik weiterhin in Eigenregie. Letzte Woche wurde verkündet, dass er sein eigenes Label gegründet hat und Believe Germany als Vertriebspartner gewinnen konnte – jene Firma, die mit DnB-Schwergewichten wie Hospital Records, Viper Recordings oder Shogun Audio zusammen arbeiten.

Diese Musik funktioniert nicht zuhause. Sie wurde für Clubs mit Lautsprechern geschaffen,  die bis unter die Decke ragen und für Subwoofer, die Naturkatastrophen auslösen können. Genau da kommt er her, der Stunnah, genau da fühlt er sich wohl und genau da formiert sich sein angesprochenes Movement. Die Video-Single ist ein erster Eckpfeiler, ein Startpunkt, in ein weiteres erfolgreiches Jahr. Denn für 2016 ist sein Debütalbum geplant, das alles und jeden zerstören soll. Deshalb sitzt er schon seit einiger Zeit mit hochkarätigen Produzenten wie Champion, Neonlight, Zombie Cats, Syncopix, Void und Gourski im Studio zusammen und forscht an Dancefloor-Smasher, Flowbangern und deepen Songs. Das Fundament zur Welteroberung ist gelegt. Wir dürfen gespannt sein, was da noch kommt.

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