Nach 5 Jahren Pause bringt Afrob mit seinem mittlerweile 6. Soloalbum Push sein neues Meisterwerk an den Start

„Alle wollen den Rapper sehen, Rapper kommen – Rapper gehen!“ Afrob ist wieder gekommen und mit dieser Textpassage des Openers „Immer weiter“ läutet er das Album Push ein. Mit 16 Tracks (inklusive ein Skit) liefert der Rapper ein solides Album ab, welches, wie der Titel Push verrät, energiegeladen ist und nach vorne geht. Neben Afrob sind unter anderem Größen wie Samy Deluxe, Max Herre und Megaloh auch auf dem Album vertreten.

Thematisch ist dieses Album einfach gehalten, neben drei Beziehungstracks liefert das Album keine speziellen Thementracks. Zu den Beziehungstracks gehören „Ich mag an dir“ und „Jeder geht“. Der dritte Track, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt, ist „Freundschaft +“ und ist positiv hervorzuheben. Wer kennt das Problem nicht, wenn man „gefriendzoned“ wird –  wahrscheinlich jeder. Es geht um eine langjährige Freundschaft zwischen Mann und Frau, welche nie so richtig auf die Beziehungsebene kommt, da kann sich wohl jeder Mann hinein versetzen.

Wie klingt das Album nach 5 Jahren Pause?

Musikalisch ist das Soundbild des Albums Push sehr düster, wenn man die Beziehungstracks mal beiseite lässt. Die Beats sind hart und teilweise sehr elektrisch, besonders gut erkennbar beim Track „Keine Gefangenen“, welcher einer der besten des Albums ist. Weitere Highlights auf Push sind die Tracks „Schwerer Anschlag“ feat. Samy Deluxe und „Push“, der gleichnamige Track zum Album.

Insgesamt bietet Afrob drei Videos zu seinem Album Push an. Die erste Videoauskoppelung „Immer weiter“ überzeugt mit Düsterheit im Video, passend zum Track, welcher vom Flow her zu einem der stärksten Tracks auf dem Album zählt. Zu der Single mit Megaloh „R.I.P.“ gibt es die zweite Videoauskoppelung, wo das Video durch die Location zu beeindrucken weiß. Der Track „R.I.P.“ schafft es zudem mit einfachen Elementen im Refrain ein Ohrwurm zu werden. Video Nr. 3 erschien erst vor Kurzem und heißt „Zeit“. Dieser Track hebt sich von den anderen Tracks ab, da er mehr in die Pop-Richtung geht. Der Mitproduzent Phono singt im Refrain und es sind auch viele Piano-Elemente enthalten. Thematisch handelt dieser Track über Ereignisse, die wohl jeder in seinem Leben erlebt hat. Die erste Liebe, die erste CD, die erste Party, all diese Themen werden durch das sehr authentische Video gut widergespiegelt, da im Garten und im Skatepark gedreht wurde.

Nach 15 Jahren im Hip Hop beweist der Rap-Dino Afrob mit diesem Werk immer noch, dass er es drauf hat und neben seinen jüngeren Kollegen bestehen kann. In Zeiten, wo Rapper ihren Sound immer mehr verändern, um sich der Käuferschaft anzupassen, bleibt sich Afrob selbst treu und verändert seine Art zu rappen nicht. Ich gebe jedem Fan von gutem Hip Hop eine klare Kaufempfehlung für dieses Album, es ist sein Geld definitiv wert.

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