Wortspiel beim Debütalbum und andere Kuriositäten. So kann man Amandas Nadel kurz beschreiben. Lasst euch jedoch nicht sofort abschrecken und gebt der Band eine Chance. Amandas hat durchaus ihre Existenzberechtigung.

AmandasNadel-Sticht_Cover

Amandas Nadel – Sticht (c) Echozone

Der gleichnamige Frontmann lässt schon beim ersten Hinhören feststellen, dass die Band etwas Besonderes ist. Wenn dies auch nicht automatisch etwas Gutes bedeuten muss. Die deutschen Texte sind sehr kreativ. Das Gefühl gleicht dem der Betrachtung moderner Kunst. In den Refrains möchte man meinen, der Gesang stamme aus einem ganz anderen Genre. Poppige Musik möchte man fast sagen. Der Opener beispielsweise fängt goth-rockig und düster an. Sobald es aber in den Refrain geht, welcher übrigens Ohrwurmpotential mit sich bringt, wird es seltsam. Pop trifft Gothic. In gewisser Hinsicht wirkt das Ganze trotzdem wieder stimmig. Spätestens beim Hören von „Mein Herz sagt“ ist man wieder verwirrt. Mit „Bla bla bla bla,bla bla bla bla“, beginnt der Song. Im Refrain dieses Songs denkt man an diesen italienischen Popsong, dessen Name einem entfallen ist. Leicht melancholisch und mit gewissem Ohrwurmpotential. „Hej, danke!“, kommt überraschend böse daher und startet mit einem eingängigen Riff. Dann kommen Songs wie „Männertränen“, bei denen sich Parallelen zu Herbert Grönemeyer offenbaren. Instrumental kann die Band überzeugen. Gitarre, Bass und Schlagzeug arbeiten gut zusammen. Euer Musikhorizont wird um ein großes Stück erweitert, wenn ihr Amandas Nadel zu hören bekommt.

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