Definitiv einer der Favoriten für das Album des Jahres 2014!

Episch, schonungslos und melodisch – mit anderen Worten: Die neue Scheibe von Architects haut richtig rein!

Lost Forever // Lost Together“ ist das sechste Album der, mittlerweile seit ganzen zehn Jahren bestehenden, Metalcore-Band aus Brighton, England. Die Erwartungen der Fans waren nach dem letzten Album „Daybreaker“ und den vorab veröffentlichten Songs „Naysayer“ und „Broken Cross“ sehr hoch gesteckt und wurden definitiv übertroffen.

Das erste Lied „Gravedigger“ startet mit einem sehr angenehm-melodischen Intro und geht dann sofort in den vertrauten Sound der Band über – dynamisch, hart und energiegeladen. Weiter geht’s dann mit „Naysayer„, dem Song, den die Fans schon vorab als Single auf die Ohren bekommen haben. Von der ersten Sekunde an hat man das Gefühl, als ob Sam Carter (Sänger der Band) einem seine Texte direkt ins Gesicht brülle.

Dass er aber auch anders kann, zeigt er in Liedern wie „Castles In The Air“ und „Colony Collapse„, in denen seine sehr vielfältigen gesanglichen Fähigkeiten erst richtig zur Geltung kommen. Vor allem in den ruhigen Passagen hört man, wie sehr sich seine Gesangsstimme entwickelt und verbessert hat (so viel zu: „Bei dem Metal-Zeug versteht man ja gar nix vom Text!“ – Das wäre bei diesen lyrischen Meisterwerken auch wirklich schade).

Ein weiteres Highlight des Albums ist der Song „C.A.N.C.E.R„, der von dem Instrumentalstück „Red Hypergiant“ (dazu später mehr) eingeleitet wird und dann gleich richtig kraftvoll startet. Bis dahin glaubte ich nicht, dass man Ohrwürmer auch von Rhythmen haben kann.
Red Hypergiant“ ist zwar großteils instrumental, es läuft aber im Hintergrund ein eingespieltes Zitat von Carl Sagan, einem amerikanischen Astronomen. Es spiegelt einige der Ansichten der Band wider, denn sie setzen sich sehr für Umwelt- und Tierschutz ein.

Viele der Texte des Albums drehen sich auch um religiöse Themen, beziehungsweise Religion im Allgemeinen. Sam Carter erwähnt in Interviews immer wieder, dass er Atheist ist, und das liest man auch in Zeilen wie „Are we perfect mistakes or almighty fuck-ups? One thing’s for sure, He doesn’t fucking love us“ (Broken Cross) oder „This is not about what we deserve, there’s no bias in the misery served“ (C.A.N.C.E.R) ganz gut heraus.

Alles in Allem ist „Lost Forever // Lost Together“ aus meiner Sicht ein sehr gelungenes Album. Die Band ist ihrem Stil treu geblieben, ohne in den diversen Genre-Clichés stecken zu bleiben. Hut ab!

Tracklist:
1. Gravedigger
2. Naysayer
3. Broken Cross
4. The Devil Is Near
5. Dead Man Talking
6. Red  Hypergiant
7. C.A.N.C.E.R
8. Colony Collapse
9. Castles In The Air
10. Youth Is Wasted On The Young
11. The Distant Blue

Weitere Infos findet ihr wie immer auf   www.music-news.at

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