Basement - Promise Everything
Eingängigkeit
Originalität
Stimmung
Texte
3.6Sterne

Basement sind zurück. Am 29. Jänner erschien mit „Promise Everything“ das erste Album seit der Wiedervereinigung der Band.

Auf ihrem letzten Studioalbum „Colourmeinkindness“ präsentierten uns Basement bereits ihre softe Seite und erinnerten dabei stark an 90s-Emo-Bands wie Sunny Day Real Estate und Mineral.

Das neue Album der Briten, „Promise Everything“, knüpft direkt an diesen Sound an, weist jedoch eine künstlerische Weiterentwicklung auf. Denn von den Emo– und Grunge-Einflüssen ist hier nicht mehr allzu viel zu hören, viel mehr ist „Promise Everything“ eine verträumte Alternative-Rock-Platte geworden, die auch deutlich melodischer daher kommt als ihr Vorgänger.

Stilentwicklung & Einflüsse

„Promise Everything“ ist ein Album mit Höhen und Tiefen. So sind Stücke wie „Brother‘s Keeper“ und „Lose Your Grip“ zwar grundsolide Songs, weisen jedoch noch den leichten Monotonie-Charakter des Vorgängeralbums auf und bieten auch insgesamt wenig Neues oder gar Innovatives.

Das erste Highlight des Albums bekommen wir anhand des Songs „Aquasun“ geboten. Hierbei handelt es sich wahrscheinlich nicht nur um den eingängigsten, sondern auch um den gefühlsintensivsten Song der Platte. Klanglich fühlt man sich besonders an 90s-Rock-Bands wie Weezer, Jimmy Eat World oder The Smashing Pumpkins erinnert. Ein wirklich schöner, nostalgischer Song mit dazu passendem Musikvideo.

Ob nun Rock, Grunge oder Emo, die verschiedenen Einflüsse, welcher sich Basement stets sehr offen und selbstbewusst bedienen, machen „Promise Everything“ zu einem grundsätzlich sehr unterhaltsamen Album. Wenn es jedoch darum geht, einen eigenen, individuellen Sound zu kreieren, so gelingt den Briten dies, zumindest auf diesem Album, noch nicht zur Gänze.

Die stärksten Momente von „Promise Everything“ ergeben sich generell dann, wenn Basement sich nicht an alte Stil-Gewohnheiten festklammern. Besonders die ruhigen, sauberen Klänge, die uns die Band mit Songs wie „Oversized“ und „Halo“ serviert, wissen in ihrer Einfachheit zu überzeugen.

Texte & Stimmung

Die Texte auf „Promise Everything“ sind oftmals bewusst minimalistisch gehalten und tragen so maßgeblich zu der melancholischen, verträumten Grundstimmung des Albums bei.
So heißt es im Song „Halo“, beispielsweise: „You say hello, And you blind me as you go. It’s sweet, so sweet, When your halo shines on me.“ Hier passt alles zusammen: Instrumentierung, Text und Atmosphäre. Gerade diese minimalistischen, stimmigen Stücke zeichnen Basement gegenüber vergleichbaren Bands wie Citizen oder Have Mercy aus und machen „Promise Everything“ definitiv hörenswert.

Sollte diese Review euer Interesse geweckt haben, so könnt ihr das Album nun in voller Länge auf dem offiziellen Run-For-Cover-Channel streamen und euch gegebenenfalls gleich durch die anderen Videos des Kanals klicken.

Am 25.02.2016 werden Basement zusammen mit der Indie-Rock-Band Tigers Jaw in der Arena Wien zu sehen sein.

Tracklist öffnen

1. Brother’s Keeper
2. Hanging Around
3. Lose Your Grip
4. Aquasun
5. Submission
6. Oversized
7. Blinded Bye
8. For You The Moon
9. Promise Everything
10. Halo

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.