Das erste Album von Elephants in Paradise ist da
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4.2STERNE

Die Female-Fronted Modern Metal Band Elephants in Paradise hat am 16. Februar ihren ersten Longplayer veröffentlicht. Wir von music-news.at haben hineingehört.

Schon im Jahre 2015 wollte Bassist Christoph Scheffel ein neues Bandprojekt gründen, um seine Vorstellungen von modernem Metal-Sound zu verwirklichen. In seinem langjährigen Freund Rupert Träxler fand er einen Gitarristen, der es ihm ermöglichte umzusetzen, was ihm musikalisch vorschwebte. Dieser brachte wieder seinen Bandkollegen und Drummer von Jacobs Moor, Rainer Lidauer, ins Team. Somit war das Trio komplett und der Revolutionierung des Metals von Wien aus, stand nun nichts mehr im Wege. Fast – denn die Suche nach der passenden Frontfrau gestaltete sich dann doch schwierig und zeitraubend. Erst Ende 2016 lud das Trio Cara Cole zu einer Probe ein. Sowohl menschlich, als auch musikalisch klappte die Zusammenarbeit von Beginn an und es konnte mit voller Energie am Einspielen der Songs gearbeitet werden. Nach einem weiteren Jahr können die vier Musiker nun mit Freude die Veröffentlichung ihres Debütalbums verkünden.

Wake Up: Modern Metal, wie er sein soll

Das Album startet mit „Forever Free“, einer druckvollen Metal-Hymne. Man hat sofort einen klaren Eindruck, worauf man sich mit dem Kauf der CD eingelassen hat. Treibende Riffs mit einer klaren rockigen Stimme, absolut professionell produziert. Dann schließt das musikalisch sehr kompakt gestrickte „Feeding A Lie“ an. Für diese Nummer wurde ein durchaus sehenswertes Video produziert. Mit „Breaking Bad“ wird es schon bei der dritten Nummer etwas balladenhafter. Ein Klavierintro führt in einen ruhigeren Song, der sich nach einigen Breaks zu einem sphärischen Chorus öffnet.

Mit dem Titeltrack des Albums, „Wake Up“, geht es etwas rauer zu, ohne den stilistischen Rahmen der vorangegangen Songs zu verlassen. „Losing Paradise“ kommt im Vergleich zu den ersten Tracks eher wie ein Hard Rock-Song daher. Man glaubt sogar leichte Pop-Elemente zu identifizieren, wäre da nicht die virtuose Gitarrenarbeit, die die Verbindung zum Metal aufrecht hält. Auch bei „From Hell“ ist der Hard Rock-Einfluss stärker als die Metalelemente. Mit „Angry Angels“ wird die Arbeit am Bass und elektronischen Elementen in den Vordergrund gerückt, auch wieder eine gelungene zusätzliche Facette der Elepahants in Paradise. Es folgt „Stay Away“, mit dem wieder der Weg zurück in die Metalgefielde angetreten wird, ohne auf elektronische Verzierungen zu verzichten. „Love and Hate“ verbindet Rock- und Metalstilmittel zu einer gelungenen Female Fronted Rock Hymne, bevor das Album mit „We Are Here“ schließt. Druckvoll und getragen geht „Wake Up“ seinem Ende entgegen.

Fazit

Elephants in Paradise legen mit ihrem Tonträger ein gelungenes Debütalbum vor. Die CD ist sehr strukturiert und auf hohem handwerklichen Niveau produziert. Die vier Musiker können alle zeigen, was sie drauf haben. Das Album reiht sich in eine lange Tradition von Hard Rock- und Metal-Platten ein, die für sich ein in sich geschlossenes Werk darstellen. Es ist geeignet, für die Dauer des Albums die Augen zu schließen und gut produzierte Musik zu hören. Nun ist abzuwarten, wie sich die vier Elephants beim Albumrelease-Konzert im Wiener Chelsea am Donnerstag, dem 22. März 2018 schlagen werden.

Termin

Albumreleasparty
Wann: Donnerstag, 22. März 2018
Wo: Chelsea, U-Bahn Bögen 29-30, Lerchenfelder Gürtel, 1080 Wien
Einlass: 20.30 Uhr
Tickets: 8 € bei der Band, AK: 10 €

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