Das Warten auf Thorsteinn Einarsson hat ein Ende
Unterhaltung
Authentizität
Abwechslung
Qualität
4.1STERNE

Über ein Jahr hat sich der österreichisch-isländische Popsänger Thorsteinn Einarsson Zeit für sein erstes Album „1;“ gelassen. Wir haben überprüft, ob sich das Warten gelohnt hat.

Viele kennen Thorsteinn Einarsson wahrscheinlich aus der bekannten Castingshow „Die große Chance“, in der er 2014 den vierten Platz belegte. Obwohl er also nicht als Sieger der Show hervorging, kletterte seine Single „Leya“, die während des Fernsehformats entstanden ist, auf Platz 7 der österreichischen Charts. Trotz des damaligen Erfolgs ließ sich lange auf das Debütalbum „1;“ von Thorsteinn Einarsson warten. Doch seit dem 22. April 2016 ist die Platte mit insgesamt zwölf Songs endlich erhältlich. So viel sei schon vorab verraten: Wer vom Song „Leya“ begeistert war, wird es auch vom Album sein. Der Longplayer ist eine Sammlung von Songs, die sich harmonisch aneinander fügen und perfekt sind, wenn man einfach mal abschalten möchte und gut gemachter Popmusik lauschen will.

Treibende Rhythmen, entspannte Sounds

Opener des Albums ist der Track „Worth the Risk“ (dt.: „Das Risiko wert sein“), der wohl die Situation des Künstlers widerspiegelt. Zu treibenden Rhythmen erklärt er, dass das Leben kurz ist und ein Risiko in Kauf genommen werden muss, um Erfolg verzeichnen zu können. Anschließend folgt die 2014 veröffentlichte Single „Leya“, die viel ruhiger ist, aber dennoch dieselbe Stimmung rüberbringt.

Nach der Ballade folgt der Song „Kryptonite“, zu dem ebenfalls ein Video veröffentlicht wurde. Inhaltlich handelt der Songtext vom fiktiven Material Kryptonit, das einige vielleicht aus den Superman-Geschichten kennen. Thorsteinn Einarsson mischt dabei gefühlvolle Stellen mit einer einprägsamen Melodie. Damit wird der Song zum Ohrwurm, der Hoffnung weckt und Kraft spendet.

Im folgenden Titel “All Those Lights” zeigt der Musiker, dass er noch ganz andere Facetten hat. Der Track ist schneller und sorgt beim Hören für gute Stimmung. Dank schneller Beats und knackigen Gitarrensounds bleibt keine Zeit zum Nachdenken, nur zum Mitwippen und Genießen. Ein schöne Abwechslung zu den sonst so emotionalen Songs auf der Platte. Auch „Free To Roam“ lässt sich in die Schublade der lebendigeren Songs einordnen. Ganz anders dagegen ist beispielsweise der Song „Time Stands Still“, in dem eindeutig das Gefühl die wichtigste Rolle spielt. Thorsteinn liefert breite gesangliche Melodiebögen, die von der instrumentalen Begleitung perfekt in den Vordergrund gerückt werden. Den Abschluss des Albums bildet die Ballade „Never Let You Down“, die erneut Thorsteinns Stimme in den Mittelpunkt stellt. Beinahe a capella legt der Musiker seine Gefühle und Gedanken dem Hörer ganz offen – ein gelungenes, gefühlvolles Ende des ruhigen und emotionalen Albums.

Gerne noch mehr Abwechslung

Thorsteinn_Einarsson_Albumcover

Cover des Albums „1;“, © Sony Music Austria

Das Debütalbum des Musikers mit isländischen Wurzeln überzeugt. Wer Fan seiner ersten beiden Songs „Leya“ und „Aurora“ war, wird die Platte lieben. Alle Titel ergänzen sich zu einem harmonischen Gesamtbild, was gleichzeitig auch ein kleiner Kritikpunkt ist. Keiner der Songs hebt sich deutlich vom Rest ab und wird damit zum auffallenden Höhepunkt der Platte. Daher fehlt es dem Album insgesamt ein wenig an Spannungsaufbau. Wer allerdings über dieses kleine Manko hinwegsehen kann, wird vom Debütalbum des Popsängers begeistert sein.

Thorsteinn Einarsson präsentiert „1;“ live

Am 21. April hat Thorsteinn Einarsson sein neues Album im WUK bereits vorab live vorgestellt. Aber es folgen noch weitere Termine, die ihr euch vormerken solltet:

Wann? Wo? Location?
27. April Graz GMD
28. April Salzburg Rockhouse Bar
29. April Innsbruck Weekender
11. Juni Kufstein Kufstein Unlimited (als Support von Fritz Kalkbrenner)

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