Nach ihrem letzten Album „Das Chaos und die Ordnung“ aus dem Jahre 2012 haben die Orsons eine Wandlung gemacht.

Man könnte sagen, dass ihr aktuelles Album What’s goes eine Platte zwischen Genie und Wahnsinn ist. Eine gewisse Portion Verrücktheit, die in ihren Texten auf jeden Fall vorhanden ist, gepaart mit teilweise sehr Rap-untypischen Beats, wofür Tua verantwortlich ist – diese Kombination findet sich auf dem neuen Orsons Album wieder. Diese Ausgefallenheit zeigte sich schon in der Promophase. Auf dem Großteil der Songs sind lustige Wortspiele und maßlose Übertreibungen Programm. Außerdem würden die Orsons in dieses auch die Musik von David Guetta gerne herunterspülen, wie man es auf „Schwung in die Kiste“ hören kann. Dennoch findet man auch Anspielstationen, auf denen nicht auf Teufel komm raus probiert wird, die Lachmuskeln der Hörer zu beanspruchen. Ein gutes Beispiel ist einer der besten Songs auf dem Album „Feuerrot“. Um die Verwobenheit der einzelnen Parts zu verstehen, muss man möglicherweise das Lied erst ein paar Mal hören. Ein weiterer sehr starker Track ist „Sunrise 5:55AM“, auf diesem triefen die Texte von Kaas nur so vor Positivität. Triefen ist hier wohl das passendste Wort, denn nicht nur der Text, auch mit dem Instrumental hat man das Gefühl, als wäre die ganze Thematik des Liedes in Zuckerwatte verpackt, die einem das Leben auf kitschige Art und Weise versüßt. Da Tua das gesamte Album produziert hat, hat man hier auch einen musikalischen roten Faden, der sich sehr positiv auf “What’s goes?” ausgewirkt hat. Man kann das Album sehr gut in einem durchhören, ohne Lieder skippen zu müssen.

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