TexMex-Flair und altbewährter Countryrock – Das erwartet Fans von The BossHoss auch auf ihrem mittlerweile siebten Album namens „Dos Bros“.

Spätestens seit ihrer Rolle als Juroren-Duo bei der deutschen Castingshow The Voice of Germany sind die beiden Frontmänner von The BossHoss  keine unbekannten Cowboys mehr. Das gilt aber selbstverständlich auch für die anderen Mitglieder der Countryrock-Formation aus Berlin rund um Alec Völkel alias „Boss Burns“ und Sascha Vollmer alias „Hoss Power“. Am 25. September 2015 veröffentlichten die sieben Jungs nun ihre siebte Scheibe namens „Dos Bros“. Das Doppelalbum ist prall gefüllt mit gutem alten BossHoss-Stil und die zweite Hälfte kann sogar mit so manch prominenten Stimmen aufwarten. Wir haben den gemütlichen Longplayer für euch unter die Lupe genommen.

Cowboys und Cowgirls

Boss Hoss_Dos Bros

Nackte Haut, Pistolen und Peitschen – The BossHoss zeigen uns eine heiße Version vom Country-Leben.

Ein Cowboy ohne Cowgirl? Das schien für The BossHoss wohl ein absolutes No-Go zu sein. Schon das Albumcover von „Dos Bros“ verrät, was das Musikvideo zur gleichnamigen Single-Auskoppelung eindeutig bestätigt: The BossHoss setzen neben Desert-Gitarren und Country-Rhythmen diesmal auch auf viel nackte Haut – nicht von sich selbst, versteht sich. Unter den fünf knapp bekleideten Ladys fand unter anderem auch das deutsche Top-Model Franziska Knuppe einen Platz. Sie stand bereits für Joop, Escada und Reebok auf dem Laufsteg oder vor der Kamera. Auch beim aktuellen Album von The BossHoss zieht das blonde Model wohl alle Blicke auf sich. „Sex sells“ – eben auch in der Countryrock-Branche.

Coversongs im TexMex-Flair

„Dos Bros“ ist nicht nur irgendein Album der deutschen Rocker. Mit dieser Scheibe feiern The BossHoss nämlich auch ihr zehnjähriges Bandjubiläum. Auch wenn ihre offizielle Gründung bereits im Jahr 2004 stattgefunden hat, schafften sie ihren Durchbruch 2005 mit dem Cover-Album „Internashville Urban Hymns“. Neben Cover-Versionen von „Seven Nation Army“, im Original von The White Stripes, oder von „Toxic“ von Britney Spears schafften sie es damals bereits auf Platz elf der deutschen Charts.

Diesmal haben The BossHoss endlich den heißersehnten ersten Platz in den deutschen und österreichischen Albumcharts erklommen – und das sogar mit einem ganz ähnlichen Rezept wie bei ihrem ersten Album. Auf der ersten CD von „Dos Bros“ erwarten uns zwar ausschließlich Eigenkompositionen, die zweite CD ist dann aber randvoll mit einheizenden Country-Covern. Bei Coversongs wie „Candy Shop“ oder „Jolene“ werden sich Fans wohl sofort an das erste Album der Countryrocker erinnern. Für diese zweite Scheibe wurde auch nicht an prominenten Gästen gespart. So leiht Nena dem Song „What I Did For Love“ ihre Stimme und Xavier Naidoo ist bei „No Diggity“ zu hören.

Countryrock in Spielfilmzeit

Gemeinsam ergeben die beiden Scheiben ungefähr eine Stunde und zwanzig Minuten Spielzeit bei rund 21 Nummern. Darunter findet sich auch der titelgebende Song „Dos Bros“.
Um die Songs für dieses Album zu schreiben, begaben sich die beiden Frontmänner sogar nach Nashville, Tennessee, um den Cowboy-Flair so richtig einzufangen. Das Ergebnis sind akustische Country-Gitarren, gemütliche Drumbeats im Western-Style und eine gesangliche Abwechslung zwischen Boss Burns und Hoss Power. Eine altbewährte Mischung, die beide CDs nicht nur so lange, sondern auch so abwechslungsreich und spannend wie einen Spielfilm werden lässt.

Fazit

Im Grunde genommen sind sie also so geblieben wie wir sie kennen und haben einen abwechslungsreichen Country-Longplayer zusammengestellt. Die Cover-Songs und Eigenkompositionen beschreiben im Großen und Ganzen den Werdegang von Boss und Hoss und nehmen den Zuhörer mit auf die Reise von „Dos Bros“.  The BossHoss Fans werden Fans bleiben und so manche Country- und Rock-Liebhaber werden sich wohl von Nummern wie „Dos Bros“ oder „Joyridin‘“ noch überzeugen lassen. Daher, um mit den Worten von Boss und Hoss zu schließen: „Dos Bros, Dos Bros – Vamonos“.

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