Dungaree releasen Bipolar World
Instrumentals
Vocals
Lyrics
Aufbau
Aufnahmequalität
3.9Sterne

Auch wenn sie erst seit etwas über zwei Jahren aktiv sind, konnten Dungaree bereits einiges an Lob für ihr Schaffen einheimsen. Letzten Monat veröffentlichten sie ihr erstes Album „Bipolar World“.

Zwar liegt der Schwerpunkt unserer Berichterstattung auf Musik aus Österreich, doch strecken wir unsere Fühler auch schon mal gerne über die Landesgrenzen auf unsere Nachbarländer hin aus. Vor allem, wenn es sich dabei um so empfehlenswerte Bands wie Dungaree handelt. Dungaree ist ein Kind unseres östlichen Nachbarn Ungarn und seit 2014 aktiv.

Produktiv von Beginn an

Seit Beginn ihres Bestehens haben die im Heavy/Stoner Rock und Grunge angesiedelten vier Jungs, der Sänger Gergely Laszlo, der Gitarrist Zoltan Horvath, der Bassist Attila Balogh und der Drummer Dominik Dencs, bereits zwei EPs veröffentlicht. Die erste gleich im Jahr ihrer Gründung. „Climb Out Of The River“ heimste jede Menge gute Kritiken von ungarischen und ausländischer Medien ein. Kaum ein Jahr darauf, im April 2015, wurde schon die zweite EP „Final Yell“ veröffentlicht. Damit jedoch nicht genug – den beiden EP’s setzten die arbeitswütigen Jungs heuer noch ein Album drauf. Dieses trägt den Titel „Bipolar World“ und wurde Ende August via Bandcamp veröffentlicht. Auf ihm geben Dungaree sieben brandneue Songs zum besten, außerdem beinhaltet die Scheibe noch die Titelsongs der beiden EP’s – insgesamt ist „Bipolar World“ also neun Tracks stark.

Wer die beiden EP’s von Dungaree bereits gekannt haben sollte, durfte zurecht viel vom ersten Album erwarten. Die Heavy Rocker enttäuschen die Erwartungen auch keineswegs. „Bipolar World“ zeichnet sich durch sein rundes Gesamtbild und seine gut platzierten Stoner Elemente aus. Der erste Track, „Midas“, fungiert hier als Opener und bietet einen nahtlosen Übergang zur ersten Nummer „Status Quo“, auf der man auch schnell von den dunklen Vocals von Gergely Laszlo abgeholt wird. Laszlos Gesänge schwanken zwischen Clear Vocals, die extrem an die von Eddie Vedder von Pearl Jam erinnern, und gut platzierten Growlings.

Stilistische Entwicklung

Der dritte Track ist auch schon die Titelnummer aus der ersten EP, „Climb out of the River“. Vor allem im Vergleich mit den neuen Nummern auf dem Album, merkt man, dass sich Dungaree weiter entwickelt haben. Während bei „Climb out of the River“ noch stärker Blueselemente zu hören sind, greifen diese im Rest des Albums weniger bis gar nicht durch und auch das Gesamtbild des Songs ist etwas softer, als der Rest des Albums.

„Woods“ ist sicherlich eine der eingängigsten Nummern auf „Bipolar World“ und besticht durch die reizvolle Kombination der langsamen und sich dahin wälzenden Soundwände und der um sich greifenden, gezogenen Vocalparts. Beendet wird die Scheibe durch die gleichnamige Nummer „Bipolar World“, bei der wieder schwer in die Grunge-Schublade a là Pearl Jam gegriffen wird.

„Bipolar World“ bietet dem Hörer alles, was er von einem Heavy Rock/Stoner/Grunge Album erwarten kann. Abwechslung, eingängige Melodien, eine saubere Aufnahme, die richtige Mischung aus hart und schleppend, und eine ansehnliche optische Aufmachung. Wer auf den Geschmack gekommen sein sollte, kann hier mehr hören.

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