Mein Redaktionskollege Faraz drückte mir letztens diese CD in die Hand – „Hör das!“. Gesagt, getan: Lauscher aufgesperrt und los geht’s!

People of the Stream’s Mouth“ ist das Debutalbum der jungen Band END aus Basel und wurde bisher regelrecht mit Lob überschüttet. Anfangs noch etwas zurückhaltend saß ich nun da und hörte mir das gute Stück im ersten Durchgang an.

Gleich der erste Song („Alaska„) lässt mich beim Verfassen des Artikels ins Stocken geraten. Zur Vermeidung unvollständiger Satzkonstruktionen erlaube ich mir einmal eine Art freie Assoziation zu dieser Nummer:

Natur

Indianer

Erde

Falke

Archetypen

Wer sich nach dieser präzisen Beschreibung nichts vorstellen kann, dem diene zur Hilfestellung das unten angeführte Video.

Der erste Teil der Platte führt einen in das musikalische Verständnis von END ein. Danach wird es vor allem eines – pompös und etwas elektronischer als zuvor. Während „In Amber“ an das Mittelalter im Herzen Europas erinnern lässt, findet man sich wenig später auch schon bei etwas wilderen Dance-Tracks („Tightrope Walkers On The Run“) wieder. Eine ungewöhnliche, aber erfrischende Mischung!

Der Sänger klingt stellenweise wie ein erwachsen gewordener Samu Haber (Sunrise Avenue) – und das meine ich im positivsten Sinne. Mit der sanfteren Ballade „Disconnected“ hört dieses tolle Erstlingswerk auf und lässt einen in die Realität zurückschnellen. Stille breitet sich aus – jetzt wäre der richtige Platz für eine Endnummer (Wortwitz!), die einen vom Hocker haut.

Wie die Schweiz ihre vielen Kantone hat, so hat END ihr Artwork mit künstlerisch interessanten Wappen versehen. Gleich 10 Stück an der Zahl – für (fast) jeden Track ein Eigenes – außer Intro und Interlude, die müssen leider ohne auskommen.

Experimentell – poppig . Bodenständig – pompös. END vereint gekonnt und auf ungewöhnliche Art diese Gegensätze. Ein durchaus gelungenes Erstlingswerk, wenn es auch für meinen Geschmack ein Tick weniger elektronische Klänge sein dürften. Aber ich bin auch ein Kind des Rocks, das mit ihrer Les Paul schlafen geht.

Mehr Infos findest du wie immer auf www.music-news.at!

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