Die vierköpfige schweizer Band KEjNU hat ihr 20 Song umfassendes Doppel-Album „Centillion“ veröffentlicht.

Was wisst ihr eigentlich so über die Schweiz?

Heute gehen wir mal näher auf unsere Nachbarn, die neutrale Schweiz, ein. Jeder denkt zu allererst an die Berge, weite Landschaften, an den lustigen Akzent der sympathischen Schweizer und natürlich an die unheimlich gute Schokolade oder auch Schoggi.
Doch wie hört sich unser Nachbarland eigentlich musikalisch so an? Was bietet die musikalische Szene wirklich? Welche Bands und Solokünstler haben es über die Grenzen ihres Heimatlandes geschafft? Viele Fragen kommen dabei auf, die Antworten suchen – eine haben wir für euch parat.

KEjNU aus Zürich haben es gewagt – sie haben einen Schritt über die Grenze gemacht und versuchen nun ihren auditiven Fußabdruck in unseren Köpfen zu hinterlassen. KEjNU sind für ihren malerischen und facettenreichen Alternative Pop-Rock bekannt. So finden sich Elemente aus Pop, Electronica und Postrock in ihren von unerwarteten Melodien geprägten Songs.

Für den Mainstream zu kratzig, für den Underground zu gepflegt

Das 2014 von Mastermind und Frontman der Band Nuél Schoch und seinen drei Mitmusikern, Alessandro Giannelli, Ramon Ziegler und James Varghese, veröffentlichte Doppelalbum ‚Centillion‘ beinhaltet 20, teils sehr unterschiedliche, neue Songs, welche sich irgendwo zwischen Retro, Future, Science Fiction, Romantik, Lo-Fi und Pop ansiedeln. Damit zeigen sie, wie viele Gesichter Musik haben kann.
Centillion bedeutet zu Deutsch eine Zentilion, das ist eine 1 gefolgt von 600 Nullen, also eine wirklich sehr große Zahl, eine nicht fassbare Zahl und um nicht fassbare Dinge geht es auch auf dem neuen Album von Kejnu. Somit haben die Züricher gezeigt, in welchen gewaltigen Dimensionen sie produzieren können!

Tracklist – New Album – Centillion

CD 1: Egocentrix, Boxus / Hood, Stormy eyes, Taciturn, Candelabra, November, From the bones, Hexa, The droning, Amber beach

CD 2: Høst, Mountaineers, Inner / outer, Silhouettes, The reaper fears you, Handyman, Halo, Red giant goatman, What I deserve, Duiker

Im neuen Album geht es um Liebe, Tod, Kreativität, Universum – um Dinge, die so groß sind, dass sie über unseren Verstand gehen. Es geht um eine Zentilion von Gefühlen, eine Zentilion von Wahrnehmungen und – wie sollte es anders sein – werden uns diese mittels einer Zentilion von Facetten ins Ohr gespielt!

Schoch, der das Züricher Quartett anführt, ist neben Songwriter, Produzent und Mischer auch noch Künstler und Grafiker. Er geht an seine Songs eher wie ein Zeichner und Maler ran, da wundert es nicht, dass die Songs wie große Gemälde entstanden sind. Er hat auch jegliche Erscheinungen der Band wie Albumcover, Plakate, Flyer und Webseiten selber gestaltet.

kejnu-centillion-cover

Albumcover Centillion

Ihre bisherige Diskografie umfasst 4 Longplayer, eine Single, eine Remix-Single und eine Live-Ep:

Centillion – Doppelalbum – 2014
I Have No Arms And No Legs – Album – 2010
Companion – Album – 2008
Induelo – Album – 2006
Bend Your Knee – Live EP – 2012
Dead And Dormant EP – Remix EP – 2010
Last Man Standing – Single – 2009

Die Band hat ihrem Ruf, sich nicht in eine Schublade stecken zu lassen, alle Ehre gemacht. Denn auf ihrem mittlerweile vierten Album schwebt man bei diesen 20 Songs zwischen Retro, Future, Science Fiction, Romantik, Lo-Fi und Pop hin und her. Man kann nicht sagen, wo man schlussendlich landet.

Das Album ist für Musikgenießer, die nicht bei jedem Lied mitsingen müssen, sondern sich aufgrund von Vielfältigkeit und dem Detailreichtum der Instrumente in Songs verlieben. Äußerst empfehlenswert für Leute, die manchmal ohne es wahrzunehmen, stundenlang im Bett liegen und nicht bemerken, dass sie das Album schon viermal gehört haben!

Photocredits: Kejnu.com

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