Es war höchste Zeit für ein Debütalbum von folkshilfe – „Mit F” erschien letzten Sommer.

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folkshilfe – Mit F (c) Caprida

Die Band macht Musik für alle Altersgruppen, und wie sie mit “Mit F” zeigen, auch für jede Gefühlslage. Die Texte der oberösterreichischen Alpenrockband folkshilfe bringen einen schnell zum Schmunzeln. Man merkt, dass die drei Vollblutmusiker Spaß an der Musik haben. Die Bandbreite auf der sich ihr Debütalbum, das diesen Sommer erschienen ist, bewegt, ist gewaltig. Ein Misch aus Indie, Folk, Rock und Pop, gespickt mit Balladen, die für einen leider nur kurz andauernden Gänsehautschauer sorgen. Schlagzeug, Synthies, Gesang, Quetschn und ein ganzes Sammelsurium an Effekten, die gerade beim ersten Song „Für Di“ dezent an die Konzertopener von Hubert von Goisern erinnern. Der zweite Song „Seit a poa Toag“, gehört definitiv zu den charakterstärksten. Man bekommt sofort das Gefühl, ja das ist es. Die Songs von folkshilfe funktionieren, sie erwärmen das Herz, sind voll von Harmonien und so einfach, dass man ganz schnell selbst mitsingt. Mit F ist abseits der Balladen sehr kreativ und energiegeladen, aber viele der neuen Lieder wirken im Vergleich zu den Altbekannten eher platt und eintönig. Es wirkt fast so als hätten sie den Swing und Groove verloren, den Folkshilfe gerade bei einem Livekonzert sämtlichen Anwesenden vermittelt. Dennoch gibt es auch einige Tracks, die sich definitiv als Sommertrack für das kommende Jahr entpuppen könnten, wie zum Beispiel „Summa Sun“ und „Schene Lady“, was die fetten Grooves eindeutig beweisen. Alles in allem ein gutes Debütalbum, von dem man sich allerdings etwas mehr Pepp und Abwechslung erwartet hätte.

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